CHDK = Canon Hack Development Kit

Ich bin mit meiner Kompaktkamera Canon Ixus 50 eigentlich überaus zufrieden und sie hat immer treu ihre Arbeit gemacht. Darum konnt ich mich auch noch nicht von ihr trennen In letzter Zeit hätte ich aber gerne die Möglichkeit gehabt Bildaufnahmen mit einer Intervallfunktion zu machen. Daher habe ich mich bei Canon umgesehen und festgestellt, dass die momentan zwei Kompaktkameras im Angebot haben mit dieser Funktion die für mich auch in Frage kommen würden. Aber wieso eine 5.0 Megapixel-Kamera in den Ruhestand zu schicken um eine weitere Kompaktkamera zu kaufen wenn es auch kostengünstiger geht?

Gestern Abend hat Marcel Widmer einen Tweet mit Bild versendet und mit Nachfragen habe ich herausgefunden, dass er eine gehackte Canon Ixus mit einem zusätzlichen Script versehen hat um Bilder im Intervall aufzunehmen.

Kurz gegoogelt und das CHDK Wiki gefunden. Dort wird auf Englisch beschrieben wie das Canon Hack Development Kit (CHDK) funktioniert. Es werden die entsprechenden Downloads, Scripte, Erklärungen, Tipps, etc angeboten um seine Canon Ixus oder Powershot mit Funktionen zu erweitern. Wer dem Englisch nicht ganz mächtig ist, kann sich auch im deutschen Handbuch verweilen. Auch im deutschen Forum zum CHDK gibts viele nützliche Infos zu holen.

Ihr fragt euch sicher was genau dieses CHDK ist?

Im Grunde unterscheiden sich digitale Kameras einer Marke nicht wesentlich in ihrem technischen Aufbau, sondern vor allem durch die Software, die die Schnittstelle zwischen dem Fotografen und der Hardware darstellt. Naiv ausgedrückt könnte man also sagen, die Unterschiede liegen im “Betriebssystem” und auf den darauf “installierten” Programmen. Um auf einem Computer komfortabler arbeiten zu können, installiert man sich auch neue Programme, die den Funktionsumfang der Maschine erweitern. So kann man sagen, dass CHDK eine Art “Programm” ist, welches den Funktionsumfang der Kamera erheblich erweitert.
Eine wichtige Eigenschaft des CHDK ist es, dass es nicht in die Original-Firmware eingreift. Es ist sozusagen nur ein “Aufsatz”, der jederzeit entfernt werden kann.

via

Auf jeden Fall habe ich mich gestern noch kurz eingelesen und mich entschieden diesen Hack zu machen. Nun heute Nachmittag habe ich das ganze Prozedere gemacht. Ich habe dazu keine weiteren Programme, weder auf dem PC noch auf dem Mac, sondern nur einen Kartenleser benötigt. Die heruntergeladenen Dateien via Kartenleser auf die Karte geschoben und in die Kamera eingesetzt. Firmware geupdatet und schon hat es funktioniert! Ein paar Einstellungen vorgenommen und drei verschiedene Scripts zur Intervall-Bildaufnahme auf die Speicherkarte geladen. Ich bin bis jetzt überaus zufrieden damit und muss mir keine Gedanken über eine Anschaffung einer neuen Kompaktkamera machen :-)

Ausserdem habe ich jetzt eine Menge weitere Möglichkeiten zur Verfügung (dazu sollte ich aber erst mal das Handbuch genauer durchlesen): erweiterte Foto- und Video-Funktionen, erweiterte OSD-Anzeigen, RAW (Speicherung und Bearbeitung), Live-Histogramm, Fernsteuermöglichkeit über USB, Zebra-Modus (Anzeige unter- und überbelichteter Bildpartien), Schärfentiefe-Rechner, individuelle Überlagerungen zur besseren Orientierung, integrierte Tonwertkurven, Akkufüllstandsanzeige, Speicherplatz-Anzeige, Uhrzeit-Anzeige, Skripte (Belichtungs-/Fokus-/ISO-Reihen (“Bracketing”), Intervalltimer und mehr), Bracketing im fortlaufenden Modus, Benutzer-Auto-ISO, Dateibrowser, Textreader, Kalender und einige Spiel. Diese Liste ist nicht abschliessend.

In nächster Zeit werde ich sicher vermehrt mit den Intervall-Funktionen spielen :-D und danach nochmals versuchen Timelapse-Filme zu erstellen.

4 Kommentare bei “CHDK = Canon Hack Development Kit
  1. @ marcel: ohja. und vor allem wenn es so simpel ist :-)
    ich hab da schon mehrmals mit dem iphone timelapse-film-versuche gestartet welche nicht ganz überzeugend waren. hoffe dies klappt jetzt besser

  2. Pingback: Andreas Kläui

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