Meine Traumkombination einer Insulinpumpe mit CGMS

Gestern Abend war ich das letzte Mal in der stattgefunden Serie im FIT-Kurs gewesen und dabei wurden unter anderem meine Resultate der kontinuirlichen Blutzuckermessung besprochen.
Fazit der gesammelten Werte über die sechs Tage war, dass ich bereit wäre für eine Insulinpumpe kombiniert mit einer kontinuirlichen Blutzuckermessung. Denn dadurch würden meine Werte konstant gut sein, weil ich nicht mehr ums Abwägen/-schätzen der Kohlenhydratmenge herumkämme. Das ist mal eine Ansage!

Medtronic Minimed Paradigm Veo

Interessant wäre das ja schon. Mit der jetzigen Technik sicher auch gut. Ich denke da an die Medtronic Veo:

Mit dem VEO System und der automatischen Hypo-Abschaltung (Abschaltung der Insulingabe bei drohenden Hypoglykämien) sind wir diesem in sich geschlossenen System wieder einen Schritt näher gekommen. Mit dem VEO System werden zum ersten Mal die Glukose-Messwerte aus dem kontinuierlichen Glukosemonitoring genutzt, um die Insulinabgabe zu steuern. Der erste Schritt zur direkten Rückkopplung zwischen gemessenen Glukosewerten und der Insulinpumpentherapie ist damit getan – und der Weg zum Ziel “Closed Loop” ist wieder kürzer geworden.

mylife OmniPod

Vorteil von diesem System wäre, dass ich bei Eingabe einer zu grossen Kohlenhydratmenge und der daraus resultierenden Abgabe an erechnetem Insulin keine Hypoglykämie einfangen kann, da sich das Closed-Loop-System meldet und die Abgabe von Insulin unterbindet.

Träumen sei erlaubt und darum wünsche ich mir ein Closed-Loop-System ohne Schlauch zwischen Pumpe und Injektionsstelle. Dabei denke ich an den Mylife OmniPod. Bis jetzt habe ich noch keine solche Kombination gefunden.

Wär aber sicher zu lösen, denn die kontinuirliche Blutzuckermessung basierte auch auf einer Funkübertragung zwischen Injektionsstelle mit Chip und dem Auslesegerät. Bei der Mylife OmniPod-Insulinpumpe ist der Pod der Behälter für das Insulin mit automatischem Injektionsgerät und wird ferngesteuert. Beide Richtungen funktionieren also ohne Kabel oder Schläuche zwischen Injektionsstelle und Steuergerät.

Der integrierte Bolus-Rechner im Medtronic Veo-System kenne ich nicht. Ich geh mal davon aus, dass die Menge Kohlenhydrate eingegeben werden kann und Anhand des gewählten Basalraten-Profil und der Tageszeit Vorschläge über die Menge an Bolusinsulin gegeben werden. So sollte es zumindest meinen Vorstellungen nach sein.

Zum guten Ton zählt wie schon erwähnt, das automatische Abschalten der Insulinpumpe beim Erreichen eines persönlichen unteren Grenzwertes. Nach oben sollte die Insulinpumpe hingegen anhand der kontinuirlichen Blutzuckermessung Insulin abgeben um die hohen Werte zu korrigieren. Es sollte verschiedene programmierbare Profile geben, zum Beispiel für verschiedene sportliche Aktivitäten, Arbeitstage, Freitage/Ferien und Wochenenden.

Ein weiterer Luxus wäre eine gewisse Resistenz gegen Wasser. So dass für Duschen, Baden und Schwimmen kein grosses Prozedere mit Demontieren und neuem Montieren stattfinden muss. Die kontinuirliche Blutzuckermessung sollte meiner Ansicht nach für mindestens sechs Tage am selben Ort platziert sein können. Passend dazu auch die Injektionsstelle für das Insulin.

Die Wartung der Insulinpumpe mit intergriertem CGMS (Continuous Glucose Monitoring System = kontinuirliches Blutzuckermess-System) und dem Auslese-und-Steuergerät sollte möglichst gering sein – logisch, oder?

So. Liebe Hersteller von Insulinpumpen und CGMS-Geräten, habt ihr schon was in Entwicklung in meiner Wunschkombination?

4 Kommentare bei “Meine Traumkombination einer Insulinpumpe mit CGMS
  1. Die veo-Abschaltung wirkt gar nicht bei dem von Dir geschilderten Beispiel: Da ist (wie in vermutlich 98% aller Fälle) der abgegebene Bolus für die Hypoglykämie verantwortlich und den nimmt die Pumpe ja nicht zurück. Gegenüber den Bolusmengen ist die gestoppte Basalversorgung nahezu irrelevant, vor allem weil die Absenkung ja sich erst verzögert auswirkt, dann nämlich, wenn Du bereits Deine Hypo mit schnellwirkenden Kohlenhydraten bekämpft hast.
    In meinen Augen ist die einzige Funktion, die dieser Basalstopp hat (außer natürlich Marketing!), bei einem extrem langsam fallenden Blutzucker gegeben, der wirklich durch das Basalinsulin indiziert ist.
    Ein Kaufgrund wäre das für mich niemals!

    Viele Grüße,
    Andreas

  2. @ andreas: hmm. die pumpe würde doch messen wie schnell der zucker abfällt und aufgrund von dem die abgabe von insulin abschalten können. evtl. könnte das ja reichen.
    und wieso sollte die pumpe nicht auch lernfähig sein und anzeichen (langsam/schnell abfallender blutzuckerspiegel) und verhalten (eingabe von kh-mengen, pumpenstopps) sich speichern und entsprechend mitreagieren können?

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