Lake Louise & Sunshine Village Banff

Jetzt komme ich dazu ein erstes kanadisches Ski-Wochenende Revue passieren zu lassen. Gemeinsam mit einer einer Schweizerin welche auch hier an der Schule ist habe ich ein Auto (GMC-Jeep mit 4WD) gemietet und ein Hotelzimmer im Fox Hotel & Suites in Banff gebucht um die in der nächsten Umgebung von Calgary befindlichen Skigebiete zu befahren 🙂

Die Anfahrt am Freitagnachmittag verlief mehr oder weniger unspektakulär. Etwas gewöhnungsbedürftig war das Fahren in Calgary schon zu beginn. So sollte man zum Beispiel in der Stadt auf einer mehrspurigen Strasse die rechte Spur meiden wenn man nicht bei jeder Bushaltestelle hinter dem Bus warten möchte oder man lernt durch gehupe des Hintermanns, dass bei vielen Kreuzungen Rechtsabbiegen bei rot erlaubt ist.

Irgendwie kamen wir nach rund zwei Stunden am frühen Abend im Nationalpark, resp. in Banff an. Das Abendessen im gute gefüllten The Grizzly House hat sich allemal gelohnt. Das Schweizerisch-Kanadische Restaurant bietet unter anderem verschiedenste Fleisch-, Fisch-, Gemüse-, Käse- und Früchte-Fondue’s an. Wir haben uns für den 4-Gänger entschieden, bestehen aus Salat, Gemüsefondue, heisser Stein mit Büffel-, Wildschwein- und Rehfleisch und zum Dessert Schokoladenfondue.

v.o.l.n.u.: Gemüsefondue, heisser Stein, Schokoladenfondue

Es war fein! Zu empfehlen sind Kleider die am Tag danach nicht mehr angezogen werden müssen, denn mein Pullover hat sich vollgesogen mit Duftnoten aus Käse-Fleisch-Fondue…

Am Samstagmorgen fuhren wir weitere 45 Minuten um in Lake Louise Skifahren zu können. Das Wetter meinte es nicht ganz so gut. So war es am Vormittag bewölkt und mit Nebelschwaden verhangen und am Nachmittag beginn es zu schneien.

Aufgefallen ist mir zum ersten Mal an diesem Skigebiet, dass…

  • …irgendwo bei 1’300m ü.M. die Talstation ist und bei 2’600m ü.M. der höchstbefahrene Gipfel liegt. Kommt mir niedriger vor als bei vielen Skigebieten in der Schweiz.
  • … die Infrastruktur um Jahrzehnte der Skigebiete in der Schweiz hinterherhinkt. So haben die meisten Sessellifte keine Fussrasten um die Skier oder das Snowboard abzustellen.
  • … an der Talstation vom Sessellift und der Gondelbahn die Skipässe von Hand gescannt wurden.
  • … bei allen Sessellifte und Gondeln EinweiserInnen stehen die dafür sorgen, dass möglichst immer die Sesseli und Gondeln gefüllt werden.
  • … bei der Gondelbahn stehen MitarbeiterInnen welche die Skier, resp. Snowboards bei der Talstation in die Türhalterungen stellen und an der Bergstation wieder herausnehmen. Service!

Talstation Lake Louise

Nach dem Skifahren machten wir noch einen Abstecher an den Lake Louise. Traumhaft auch bei Schneefall! Gefrorener See mit darauf befindlicher Langlaufloipen, Spazierwegen, Eishockeyfeld, Eisfeld und Eispalast-Fassade.

(gefrorener) Lake Louise

Ein paar Schritte über den See, eine erwärmende heisse Schoggi im The Fairmont Chateau Lake Louise später überlegten wir noch in die „Stadt“ Lake Louise zu gehen und ein paar Eindrücke zu sammeln. Wir haben nichts sinnvolles gefunden…

Auf dem Weg zurück nach Banff hatten wir das Vergnügen von einem Unfall vor uns auf der Autobahn. Irgendwo 38 Kilometer vor Banff, wo sich Fuchs, Hase und Bär gute Nacht sagen. Da standen wir also eine volle Stunde in einer Kolonne aus Fahrzeugen. Teils liefen die Motoren durch, teils wurde nur Zeitweise gestartet um die Heizung auf voller Leistung laufen zu lassen. Ja, so ein Auto kühlt bei minus 10 Grad Aussentemperatur relativ schnell aus.

Viel Eindrücklicher als das dort stehen war die Nacht. Weit und breit keine Strassenleuchte, keine Stadt welche ihre Lichter am Nachthimmel reflektieren liess… dunkel. Ich hatte zum Teil sogar mühe die etwa 20m entfernte Gegenfahrbahn zu erkennen weil kein Licht darauf viel.
„Schwarz wie die Nacht“ hat nun eine neue Bedeutung für mich 🙂

Aufgrund des Schneefalls war die Autobahn an einigen Stellen nicht mehr mit Höchstgeschwindigkeit zu befahren. So kamen wir etwas (viel) später im Hotel an. Froh wieder im warmen zu sein gab es ein etwas kleineres Abendessen.

Skigebiet Sunshine Village

Am Sonntag fuhren wir ins ca. 12km von Banff entfernte Sunshine Village. Eines der flächenmässig grössten Skigebiete welches ich bisher gesehen habe. Grob gesagt geht es auf drei Seiten mit Sessellifte in die Höhe nachdem man vom Parkplatz mit einer Gondelbahn ins Skigebiet gefahren ist. Von jedem Sessellift hat man die Qual der Wahl von schätzungsweise im Schnitt 30 Varianten zur Talstation des selben zu fahren. Wahnsinnig. Die einfach und mittleren Schwierigkeitsgrade sind unseren schweizerischen Schwierigkeitsgraden gleichzustellen. Ist hier eine Piste schwarz markiert, weiss man nicht genau was einem erwarten wird. Bleibt es Piste hat man Glück gehabt, geht es in den Wald oder einfach irgendwo runter ist man mehr gefordert als bei unseren schwarzen Pisten 😉

Auch hier die gleichen Infrastrukturverhältnisse und Personalstellen wie in Lake Louise.

Den ganzen Tag hindurch war es mehr oder weniger bewölkt. Gegen Nachmittag kam dann noch mehr Wind auf, sodass wir entschieden einen Zwischenstopp in Banff, mit einer Tageslicht-Sightseeingtour zu machen und uns danach auf den Weg nach Calgary auf machten. Da meinte es dann das Wetter wieder gut:

Blickrichtung Osten beim Rückweg auf dem Highway 1

Ich mag die Kanadier! Ein überaus freundliches und hilfsbereites Volk.

  • Nach dem Kauf des Skipasses haben wir an der Talstation noch den Skigebietsplan studiert um einen Eindruck zu bekommen. Anscheinend hat man uns das Touristensein angesehen. Denn plötzlich standen zwei Skifahrer bei uns und fragten freundlich ob Sie uns etwas zeigen sollten. Wir bekamen Tipps mit welchem Lift wir am besten starten sollten und wo wir welche Schwierigkeitsgrade mit den schönsten Pisten finden würden.
  • In der Gondelbahn ins Skigebiet erhielten wir Tipps zum befahren des Skigebiets und Hinweise wo die Schneeverhältnisse am besten seien. Ungefragt aber sehr höflich.

Weitere Bilder zu Banff, Lake Louise und Sunshine Village gibt es auf Facebook.

Ein Kommentar bei “Lake Louise & Sunshine Village Banff
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