Schmerzfragenbogen oder gibt es blöde Fragen?

Wie ich hier bereits geschrieben habe, musste ich noch einen Schmerzfragenbogen mit zwei Teilen ausfüllen.
Erklärung zu den einzelnen Teilen oder Fragen bekam ich nicht. Bei einem Arzt nachfragen wie die Fragen zu verstehen sind lag auch nicht drin. Während dem Ausfüllen des Schmerfragenbogens wurde mir mal wieder bewusst wie blöde Fragen es wirklich gibt.

1. Seit Februar weiss ich, dass jede Ausbildung in eine medizinische Fachrichtung wohl das gleiche Lehrmittel haben muss. Wieso sonst wird mir immer die selbe Frage gestellt: “In einer Skala von 1-10 wie stark sind die Schmerzen?”
Wenn ich dann 15 sage, bekomme ich immer saublöde Blicke und ich frage mich immer wieder von neuem ob bei einer Stärke von 10 bereits der Tod eintritt.

2. Kann man sich erholen, resp. Sport treiben, seine Hobbies ausleben, oder anderen Freizeitaktivitäten nachgehen wenn man unter Schmerzen oder Medikamenten(neben)wirkungen leidet?
Irgendwie find ich da kein passendes Hobby – hmm vielleicht wen sadomasochistische Züge stark ausgeprägt sind.

3. Es gibt wohl nicht viele Patienten mit Schmerzen und einem Arbeitspensum von 50%. Entweder Arbeiten oder Schmerzen ist wohl die Devise. Ich habe einige Tage gefehlt für Untersuchungen im Spital – die lass ich aber nicht gelten da es für Untersuchungen galt und nicht primär an den Schmerzen gelegen hat – und Ferien.

4. Hallo! Wer zählt auf so eine lange Zeit noch Wochen? Ich rechne in Monaten und bald in Jahren. Einfacher wäre auch wenn das ungefähre Datum (z.B. “02.02.2009”, “KW 5, 2009” oder “Februar 2009”) erfragt würde.
Wer ist denn bei Schmerzen schon innerhalb einer Woche in der Schmerzklinik? Nach einer Woche überlegte ich mir erst den Hausarzt anzurufen, weil die Schmerzen abnormal wurden.

5. Schwer auf das Gewicht oder eher auf Konzentration/Genauigkeit bezogen? Was ist wenn die Arbeit schwer ist aber nicht eintönig?
An dieser Frage hatte ich fast am längsten da meine Arbeit nicht eintönig ist. Aber mit dem Wort “schwer” tat ich mich dann wirklich schwer. Sollte ich nun auf das Gewicht hinaus, dann wäre es eher nein – immerhin kann das 2500 Blatt Papier fassende Papierfach beim Druckercenter nachfüllen gewichtsmässig als Schwerstarbeit angeschaut werden ;-) Oder sollte ich mich auf die Konzentration/Genauigkeit beziehen, dann kann ich mir gut Vorstellen, dass etwas feines zusammenlöten, unter dem Microskop beobachten, etc. einiges schwerer ist als meine Arbeit.

Ob ich mir bei einigen Fragen nun zu viel Mühe gemacht habe? Nein, ich denke nicht, immerhin wird dieser Schmerzfragenbogen ausgewertet und die Aussagen zum Schluss gegen mich Verwendet anscheinend ergeben sich daraus brauchbar Werte und Sätze.
Sind es nun wirklich blöde Fragen oder hab ich mir nur zuviel Gedanken darüber gemacht? Das werde ich wohl erst erfahren wenn ich die Auswertung des Schmerzfragenbogens in schriftlicher Form zu sehen bekomme.

Daher hoffe ich schwer, dass ich diesen Auswertung bekomme. Sollte ich, denn zumindest geht es um mich und mich auch am meisten an!

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