Schlaflose Nächte

Seit Donnerstagnachmittag bin ich glaub noch zusätzlich krank. Was ich habe? Das ist mir auch noch ein wenig unerklärlich :-)

Die erste volle Ladung habe ich am Freitagnachmittag gespürt, als ich grosse Mühe hatte meine Gedanken von einer Frau loszuwenden und klar zu Denken. Die Nacht auf Samstag war dann Horror, vor allem zum einschlafen. Mir schwirrten da immer wieder Gedanken an diese Frau rum. Kaum versuchte ich an was anderes zu Denken, drängte ein anderer Gedanke an die Frau wieder in meinen Kopf und an schlafen war lange nicht zu denken.

Samstagsnachmittagsbeschäftigung war das Lauberhornrennen schauen. Mehrheitlich konnte ich da die Gedanken auch verdrängen. Aber an Schlafen war trotzdem nicht zu denken. Darum war ich am Samstagabend noch kurz in der Stadt, unterwegs mit einem Kollegen, um ein paar Bier zu trinken und um auf andere Gedanken zu kommen. Ein paar Bier schaden nie :-) Auch eine gut gemeinte Warnung, dass ich nicht Frustsaufen machen soll von rouge habe ich bekommen. Mit anderthalb Liter habe ich mich weder zum abstürzen gebracht noch sonst was schlimmes. Aber auf andere Gedanken bin ich gekommen und konnte auch gut schlafen. Okay ich hatte eher Alpträume über zerstörte Autos und so… (solte ich in die Klappsmühle?)

Am Sonntagmorgen brachte ich meine Eltern auf den Flughafen und genoss das Fernsehprogramm. Irgendwenn zwischen 23:00 und 24:00 Uhr verschob ich mich vom Sofa ins Bett und lag bis 02:30 Uhr wach. Was passierte? Genau ich dachte wieder an die Frau… „Hilfe ich will schlafen um sechs Uhr geht der Wecker!“ War quasi mein nicht erhörter Hilferuf an meinen Kopf.

Ich habe dann Facebook und Twitter zur Ablenkung benutzt und auch angefangen diesen Blogbeitrag zu schreiben. Quasi als Bewältigungstherapie. Einen Tipp zum einschlafen bekam ich noch von sphings. Wobei die Atmentechnik kombiniert mit der ansteigenden Müdigkeit zusammen wohl mich doch noch zu einem kurzen Schlaf verholfen haben.

Diese Frau, welche meine ansonsten geordneten Gedankengänge durcheinander bringt, seh ich grad mal in der Physiotherpie eine halbe Stunde in der Woche seit Dezember 2009 (5 Mal bis jetzt). Am Anfang war es nur eine schöne junge Frau welche mir gegen meine Schmerzen helfen sollte und ich freute mich auf den wöchentlichen Besuch bei ihr. Ich habe auch immer selber gesagt, dass ich mich auf die Therapie freue und es mir danach immer besser geht :-) Naja immerhin im Kopf… schmerztechnisch nicht wirklich.

Aber eben seit Donnerstag ist das nun irgendwie anders. Ich sehe viel mehr in/an ihr. Die meisten Gedanken drehen sich um sie. Mir schwirren Gedanken im Kopf rum wie, was ich sagen will (und wohl auch sollte) beim nächsten Besuch. Nur damit ichs versucht habe und hoffentlich wieder ruhig schlafen kann. Ausserdem habe ich nicht mehr lange Therapie bei ihr, somit muss ich wohl baldigst den Mund auf tun – in solchen Fällen bin ich verklemmt und habe schiss ich könnte was falsches Sagen resp. eine Absage bekommen um etwas abzumachen, damit ich sie/wir uns besser kennenlernen können.

Und jetzt kommen die Ausreden:

  • Falls aber jemand einen Schalter weiss um solche Gedanken abzustellen würde ich mich sofort als Testperson zur Verfügung stellen, nur damit ich meinen dringend benötigten Schlaf finden kann.
  • Etwas anzubandeln mit einer Person die mich gerade behandelt widerstrebt mir und find ich nicht passend.
  • Sie hat sicher schon einen Freund und ich blamiere mich gewaltig…

Vielleicht noch ein paar Pro’s?

Aus meiner Sicht spricht rein theoretisch nichts dagegen.


Eventuell bereue ich in ein paar Stunden oder Tagen diesen Blogartikel. Stehen lassen will ich ihn aber dann trotzdem. So kommt doch mal noch etwas persönlicheres in diesen Blog.

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7 Kommentare bei “Schlaflose Nächte
  1. tönt wirklich spannend und ich bin gespannt, wie es weiter geht! und mein tipp: sei einfach du selber und mach ihr nichts vor… ;-)

  2. @ falki: spannend? für mich eher nervzerreissend und kompliziert… wer hat/will schon was von seiner physiotherapteutin, da geht das verhältnis patient und behandelnde ja kapput…
    ja das hab ich mir schon mal vorgenommen, vorallem mich selber zu sein.
    resultat und/oder fortsetzung wird sicher folgen.

  3. Als wichtig empfinde ich auch diesen Satz:

    -> um etwas abzumachen, damit ich sie/wir uns besser kennenlernen können.

    Das sollte im Vordergrund stehen, wenn du dich an das hältst wirst du auch du selber sein können und dann passt das, egal was kommen mag.

  4. @ tom: ich werds versuche… bin jetzt schon aufgeregt wie ein kleines kind und kann mich kaum konzentrieren bei der arbeit :-(

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