Laien fällen Entscheide: von der Materie aber keine Ahnung!

Gestern hatte ich das erste Gespräch mit der Jobcoachin. Daraus resultieren folgende paar Punkte:

  1. Es wird wieder an meinem Diabetes, die Ernährungs- und Therapienart herumgenörgelt.
    Siehe ausführliche Erklärung weiter unten.
  2. Der Liegearbeitsplatz wird nicht weitergeführt.
    Probleme daraus haben sich ja ergeben und sind im verlinkten Artikel nachzulesen.
  3. Es wird abgewartet was mit den Schuheinlagen passiert bevor weitere Versuche ausprobiert werden.
    Das find ich den vernünftigsten Entscheid bis anhin.
  4. Ich darf mir wieder anhören, dass mir die Taggeldleistung schon bald gestrichen wird und es fraglich ist, ob die IV zahlt und ich damit in finanzielle Schwierigkeiten komme.
    Wie kann die Jobcoachin wissen, dass ich in finanzielle Schwierigkeiten kommen werde, wenn Sie nicht weiss wie mein persönliches Umfeld, mein Wohnen und Leben aussieht? Muss ich mir solche Drohungen gefallen lassen?
  5. Die Taggeldversicherung, die IV, mein Chef und der Personalchef wussten vor dem ersten offiziellen Bericht der Jobcoachin bescheid, dass ich unzufrieden mit der ganzen Jobcoachin-Geschichte bin.
    Meine bösen aber sachlichen Schreiben werden immer schneller :-)

Wahrscheinlich kommt jetzt wieder was ins Rollen! Ob es gut oder schlecht für mich ist wird sich zeigen.


Erläuterungen zu Punkt 1:
Was mich zudem schon seit längerer Zeit nervt sind Personen die keine Ahnung von der Materie haben und trotzdem Ratschläge und ihr Nichtwissen in Entscheidungen hineinstecken (Punkt 1)! Was will ich damit sagen? Zwei Beispiele aus meinem Arbeitsumfeld:

  1. Wenn neue Niederspannungsinstallationsnormen (NIN) erscheinen müssen wir die Änderungen gegenüber der vorigen Version kennen um die neue richtig Anzuwenden. Ansonsten handeln wir gegen die aktuell geltenden Vorschriften und gefährden zudem Menschleben. –> Das einzige was da hilft ist sich mit diesen Normen zu beschäftigen um Bescheid darüber zu wissen.
  2. Wenn ein Kunde ein spezielles Lichtsteuerungssystem wünscht, können wir nicht sagen, dass wir keine Ahnung davon haben und darum ihm dies nicht Installieren. Der Kunde hätte ab sowas keine freude und sucht sich einen anderen Elektriker. –> Daher müssen wir uns ins gewünschte System einarbeiten um den nötigen Wissenstand darüber zu haben um den Kunden zufriedenzustellen.

Solche Beispiele könnte man auf alle Berufsgruppen anwenden. Ich geh ja auch nicht hin und rede dem Sanitärinstallateur in sein Fachgebiet rein… oder dem Tramchauffeur wie er zu fahren habe, etc.
Fazit: Wenn ich etwas richtig machen will oder jemand fachlich Kritisieren will, muss ich die Materie lernen und kennen!

Ich hoffe ihr versteht was ich damit meine. So geht es mir in letzter Zeit mit dem Diabetes. Ärzte, welche keine spezielle Ausbildung auf Endokrinoligie haben wissen nicht soviel über Diabetes wie ich. Wie soll dann bitte schön ein Laie, sprich Sozialarbeiterin oder Versicherungsangestellte, ein Wissen über das Verhalten von Diabetes haben wie ich? Und dann noch Entscheide daraus zu fällen…

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