Basel – Thun in zwei Stunden

Die SBB hat gestern eine glanzvolle Leistung für unseren Ferienstart hinbekommen. Von Basel aus fährt normalerweise ein direkter Zug bis Visp, via Liestal, Olten, Bern, Thun, Spiez und durch den neuen Lötschbertunnel. Ideal um in Visp in das Postauto umzusteigen und nach Saas-Fee gefahren zu werden. Doch aus einem regulären Umsteigen hat die SBB kurzerhand drei gemacht – zusätzlich zwei Ausserplanmässige.

Irgendwann nach Olten kam die Durchsage, dass der Zug nicht weiter fahren würde als Bern und alle gebeten werden umzusteigen. Anscheinend sassen wir in einer Extrakomposition welche eingesprungen ist um eine verspätete oder defekte Komposition zu ersetzen. Die Freude über das Umsteigen war im Wagon richtig zu hören und ab der englischen Übersetzung der Durchsage wurde einem schlecht…item. In Bern also umgestiegen und auf einen verspätet angezeigten Zug gewartet, welcher leer vom Abstellgleis eingefahren wurde. Bereits beim Warten auf dem Perron fing ich an zu spöteln, dass wir in Spiez sicher nochmals umsteigen müssen – technischer Defekt oder so :p

Bis Thun kamen wir! Dort zuerst die Durchsage: „Nächster Halt Thun“ und kaum stand der Zug im Bahnhof Thun erneut eine Durchsage: Wegen technischem Defekt kann nicht weitergefahren werden…“ Schön, alle raus und auf den vollen Intercity aus Zürich gewartet. Die Doppelstockkomposition ist ja bekanntlich überhaupt nicht gross mit Stauräumen für Gepäck ausgerüstet. So war das Platzsuchen eine zusätzliche Herausforderung, denn wenn Sitze zum Teil mit Gepäck gefüllt werden müssen haben nicht mehr viele Passagiere platz. Doch irgendwie haben wir es sitzend bis Visp geschafft und konnten im Postauto platz nehmen und uns der Sonne und dem Schnee entgegen hochchauffieren lassen.

Irgendwie hat die Frau Leuthard recht, wenn Sie sagt: „Bei der Bahn reiche das Geld nicht einmal mehr für den Unterhalt.“ (via 2omin). Traurig und dann soll Frau und Mann den öffentlichen Verkehr mehr nutzen? Gestern wären wir – drei Personen – mit Gepäck in einem Auto schneller von Basel nach Saas-Fee gekommen. Kosten dafür mit Parkhausgebühren wären sicher etwa gleich teuer gekommen – das Reisen wäre dafür effizienter gewesen!

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2 Kommentare bei “Basel – Thun in zwei Stunden
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