Teilnehmer von Camp D wieder zuhause

Dank an alle Beteiligten

Teilnehmer von Camp D wieder zuhause  

  • Noro-Virus als Ursache für Magen-Darm-Infektion bestätigt
  • Gesundheitliche Beeinträchtigungen nur vorübergehend
  • Notfallplan hat sich bewährt

Mainz / Leverkusen, 13. Juli 2011 – Die Teilnehmer von Camp D sind wieder nach Hause zurückgekehrt. Ein Großteil der jungen Menschen mit Diabetes konnte, wie ursprünglich geplant, bereits am Sonntag die Heimreise von Bad Segeberg antreten. Einige waren zunächst zur weiteren Beobachtung ihres Stoffwechsels und zur Stabilisierung ihres Flüssigkeits- und Salzhaushalts für ein bis zwei Tage im Krankenhaus geblieben. Mit diesen bei Durchfallerkrankungen üblichen Maßnahmen stabilisierte sich der Gesundheitszustand und bis Dienstag waren sämtliche Erkrankten bis auf zwei bereits wieder entlassen worden. Nach Informationen des örtlichen Gesundheitsamtes war eine Noro-Virus-Infektion für den Brechdurchfall verantwortlich.

„Wir alle hatten bis Samstagnachmittag ein wunderschönes Camp und bedauern sehr, dass es dann zu diesen Erkrankungen gekommen ist. Glücklicherweis verliefen alle Fälle glimpflich und ohne besondere Komplikationen“, sagte Til Rendschmidt von Novo Nordisk, Gesamtleiter von Camp D. Der Arzt hatte bereits bei beiden vorausgegangenen Camps 2008 und 2006 als Betreuer teilgenommen und konnte seine Erfahrung einbringen: „Alle – Betroffene, Betreuer und die unverzüglich informierten örtlichen medizinischen Helfer – haben sehr besonnen reagiert, als die ersten Fälle auftraten. Auch die Kliniken im Umkreis haben kompetente Hilfe geleistet. Unser Notfallplan hat sich bewährt.“

Claudia Geis, Leiterin Diabetes Care bei Bayer HealthCare in Deutschland, war zum ersten Mal dabei und hatte sich als Betreuerin verpflichtet: „Es tut mir sehr leid, dass so viele Teilnehmer erkrankt waren. Dank der hervorragenden Betreuung vor Ort – sowohl in medizinischer wie in menschlicher Sicht – können wir jetzt endlich erleichtert aufatmen. Die letzten Tage, besonders die Nacht von Samstag auf Sonntag, waren für alle Beteiligten sehr dramatisch. Deshalb bin ich dankbar für den guten Ausgang.“

Nicht nur die Helfer und Betreuer sind sehr gut mit der Situation umgegangen. Auch die jungen Menschen mit Diabetes haben ein hohes Verantwortungsgefühl für sich und andere bewiesen. Der Zusammenhalt untereinander und die gegenseitige Unterstützung sind beeindruckend gewachsen und werden sicher auch nach dem Camp weiterwirken.

Noro-Virus-Infektionen können schon gesunde Menschen erheblich schwächen. Bei Menschen mit Diabetes kann die Infektion dazu führen, dass sich der Glucosestoffwechsel nur schwer stabilisieren lässt. Deshalb ist gegebenenfalls eine Überwachung des Blutzuckerspiegels in einer Klinik ratsam, um möglichen Hypoglykämien (Unterzuckerungen) und Ketoazidosen (Stoffwechselentgleisungen) rechtzeitig gegensteuern zu können.

520 junge Menschen mit Diabetes waren am Donnerstagabend im Zeltlager eingetroffen, wo sie von 179 Betreuern und Helfern erwartet wurden. Rund 100 der Betreuer verfügten über eine diabetesbezogene Aus- bzw. Weiterbildung als
Diabetologe, Diabetesberaterin oder Psychologe, alle Betreuer waren pädagogisch geschult. Den Freitag hatten die jungen Menschen mit Workshops zu verschiedenen Themen rund um Diabetes verbracht. Der Samstag war sportlichen Aktivitäten vorbehalten. Am späten Samstagnachmittag kam es bei mehreren Teilnehmern – Jugendlichen wie Betreuern – zu Übelkeit, Erbrechen und teilweise zu Durchfällen. Für die Erstversorgung richtete der Notarzt sofort eine Betreuungsstruktur vor Ort ein und informierte zudem das örtliche DRK sowie das Kreisgesundheitsamt des Landkreises Segeberg. Die Zahl der Erkrankten stieg im Verlauf des Abends und der Nacht an, zwischenzeitlich wurden über 200 Teilnehmer vor Ort medizinisch versorgt. Davon wurden 143 zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser in Schleswig-Holstein und Hamburg gebracht.

Alle Camp-Teilnehmer wurden am Samstagabend umfassend informiert. Statt der  geplanten Abschlussfeier am Sonntag gab es eine Erklärung der aktuellen Situation. Auch die Eltern wurden telefonisch informiert. Die Veranstalter richteten außerdem eine Hotline für Angehörige von Camp-Teilnehmern ein und organisierten die  Heimreise der Teilnehmer.

Auszug aus der Medienmitteilung vom Camp D

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2 Kommentare bei “Teilnehmer von Camp D wieder zuhause
  1. Das ist der Alptraum jeder Lagerleitung. Habe mich über den Noro-Virus schlau gemacht. Dank Klaeuiblog bin auch informiert. Mercie

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