Wo ist der Unterschied bei 8.2%?

War heute wieder beim Diabetesarzt und weiss jetzt wieder, dass ein HbA1c von 8.2% nicht einfach gleich 8.2% ist. Es kommt da auf verschiedene Faktoren an. Anhand der gemachten Blutzuckermessungen im Verlauf von 12 Wochen, prozentual dargestellt im Tagesverlauf ist schnell ersichtlich ob der Blutzucker ausserhalb oder in meinem persönlichen Zielbereich liegt. Ich habe meinen Zielbereich seit ich mit dem Accu-Chek Mobile messe wie folgt definiert: 5.0 – 9.9 mmol/l (90 – 178 mg/dl).
Die Zahlen in der ersten Reihe unter den Balken stehen für die Anzahl der Hypos, sprich Unterzuckerungen welche auch in den roten eingerechnet werden aber erst bei viel tieferen Werten separat in Zahlen ausgewiesen werden. n steht für Anzahl Mesungen im angegebenen Zeitraum während den 12 Wochen.

In der oberen Grafik sind noch viele Messungen unterhalb des Zielbereichs. Was einem tieferen HbA1c zu gute kommt. Vergleicht man mit der unteren Grafik sind die roten Balken (= unterhalb Zielbereich) weniger geworden. Dafür aber oft zu ungunsten der blauen Balken, welche für die Messungen oberhalb des Zielbereichs stehen. Im Schnitt hat es aber trotzdem gereicht um den HbA1c gleich zu behalten.

Wenn ich mich selbst hintergehen wollte, würde ich nie messen bei einer Unterzuckerung. Aber ich versuche eigentlich bei jedem Anzeichen einer Unterzuckerung zuerst den Blutzucker zu messen um festzustellen, wie tief ich den am abtauchen bin :p
Grafiken interpretieren ist aber doch nicht mein Ding, wenn ichs nämlich anschaue gehts nicht ganz auf. Da habe ich wohl doch noch mehr tiefere Werte welche ich gar nicht richtig mitbekomme, zum Beispiel in der Nacht… Mir solls recht sein, wenn der Arzt sagt es sei besser weniger Werte unterhalb meines Zielbereichs zu haben und eim gleichen HbA1c zu bleiben als mit vielen Hypos einen tieferen HbA1c zu erzwingen. Jetzt heisst es einfach mal die Messwerte in den blauen Balken weniger werden lassen.

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8 Kommentare bei “Wo ist der Unterschied bei 8.2%?
  1. Na na na ;)… wer misst denn erst und isst dann Taubenzucker bei Verdacht auf Hypo ;D?

    Da haben wir aber anderes gelernt, bei Hypoverdacht: Erst essen dann messen… oder ist das auch schon wieder überholt ;)?

  2. ich kann dir nicht mehr sagen wie ichs gelernt habe…
    macht eigentlich schon sinn erst zu messen um festzustellen ob es wirklich eine hypo ist oder ob der körper nur spinnt, sprich falscher alarm gibt.

  3. Im Prinzip schon. Bei meiner letzten Schulung, die allerdings schon wieder über zwei Jahre zurück liegt, hieß es „Erst essen, dann messen“. Begründung: Bevors zu spät ist, man schon krampft/bewusstlos wird, etc. lieber erst was essen. Danach messen. Wenn man natürlich Gefahr läuft Hypos mit Hypers zu verwechseln wirds auch gefährlich…

  4. Vielen Dank für den Beitrag. Jetzt habe ich meine Auswertungen etwas genauer angeschaut! ;-)Wie genau kannst den HbA1c nach gespeicherten Aufzeichnungen vom Accu-Chek-Mobile voraussagen? Als DB Type-2 mit ICT Therapie bin ich recht gut eingestellt.

  5. @ Steff: Aha, wieder was gelernt :) War noch nie in Krampfanfällen/Bewusstlosigkeit aufgrund eines Hypo – habe immer schnell genug Messen und Essen können… Hoffe das bleibt so.
    @ Christian: Wenn ich eine Statistik mit einem HbA1c-Wert öfters anschaue, ist es die vom Diabetes+-App. In diesem Bericht bei Bild 4 ersichtlich. Der errechnete Wert ist aber ca. +/- 0.5 gegenüber dem beim Arzt gemessenen.

  6. Eine tolle Demo von Diabetes+-App. Habe die gleiche Erfahrung mit dem errechneten HbA1c-Wert von +/- 0.5 gegenüber dem beim Arzt. Das Diabetes+-App habe ich am Kurs Diabetes und Autofahren in Safenwil herunterladen und brauche es täglich. Wie kann man das Abbild vom iPhon speichern? Das Exportieren der Daten habe ich im Griff. Besten Dank für deine Hilfe!

  7. @ Christian: das geht ganz einfach, den Home-Button und den Ausschalt-Button kurz gemeinsam drücken und der Screenshot wird direkt im Fotoordner gespeichert.

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