Verkehrsberuhigungskonzept Gundeli

Klick für grosse Ansicht (PDF)

Seit einigen Monaten ist nun schon ein Konzept zur Beruhigung des Gundeldingen in den Medien. Das Konzept entstand in der städtischen Verwaltung zusammen mit Quartiervertretern. Im Fokus der kurzfristigen umsetzbaren Ziele (5 Jahre) sind:

  • “einfache” Massnahmen für eine bessere Lebensqualität
  • Verbesserungen für Fussgänger und Velofahrer
  • Vorteile für den öffentlichen Verkehr

Oberes Bild zeigt dabei das Gesamtkonzept. Im Detail für die einzelnen Verkehrsnutzer heisst es dann für:

  • Verlegung der Buslinie 36 in beiden Richtungen auf eine Route, eine neue Haltestelle Reinacherstrasse/MParc und die Anbindung an den Tellplatz
  • Reduzierung der Lichtsignalanlagen, verringern der Trennwirkung (kein Plan was das ist) Reinacherstrasse/Dornacherstrasse und einführen der Tempo 30-Zonen.
  • Auf den Längsachsen Velogegenverkehr. Die Dornacherstrasse als “Basisroute”, gleich für Familien, unsichere Velofahrer, Ältere, etc. und die Gundeldingerstrasse als Pendlerroute für die Schnellen, Alltagsradler, etc.
  • Bei den Schulen und im Quartierzentrum eine Tempo 30-Zone eingerichtet wird,  die Lichtsignalanlagen reduziert werden und durch die Fahrbahnaufteilung eine Verkehrsberuhigung auf den Längsachsen stattfindet.

Diese Punkte stammen aus dem Verkehrsberuhigungskonzept Gundeli (PDF, 3.3MB) welches auch noch Beispielbilder der Streckenführungen enthält. Einige der Ideen im Konzept sind meiner Meinung nach gut, andere eher Müll oder einfach anders umzusetzen.

Was ich nicht ganz verstehe ist, dass man die jetzigen Einbahnstrassen Gundeldingerstrasse und Dornacherstrasse aufheben möchte. Dabei soll der Bus auf einem Teil der Gundeldingerstrasse in beiden Richtungen verkehren dürfen, wie auch die Velos. Die Autos hingegen wie bisher in eine Richtung. In der Dornacherstrasse sollen dafür die Velos in beide Richtungen und die Autos wie bisher in eine Richtung verkehren dürfen.

Der Bus verliert auf beiden Strassen den Vorteil eine eigene Spur, welche bisher nur mit den Velos geteilt wurde, zu haben und darf sich dann in den Hauptstosszeiten im gestauten motorisierten Individualverkehr fortbewegen.
Für alle Verkehrsteilnehmer geht dabei auch die Sicherheit der Einbahnstrasse verloren.

In der Zwischenzeit hat sich auch eine Interessengemeinschaft, die IG verkehrt, dem Thema angenommen und zum verkehrten Verkehrskonzept Gundeli – Nein Danke! Stellung genommen. Im Bild oben zwei Darstellungen wie es nicht werden soll. Auf dem Flugblatt der IG (PDF, 1.6MB) verkehrt gibt es noch viele Punkte mehr, welche im neuen Verkehrsberuhigungskonzept der Stadtentwicklung Basel-Stadt keinen Sinn ergeben.

Beim Durchlesen der Kommentare bin ich noch auf einen sehr guten Gedanken gestossen, mit dem sich wohl noch niemand aus der städtische Verwaltung auseinandergesetzt hat:

”Kehrichtabfuhr”

Banal aber, wie soll die Kehrrichtabfuhr organisiert werden?
Kommentar bei IG verkehrt: “Fährt der Lastwagen weiterhin in der linken Spur: frontal gegen schnelle Velos (E-Bikes) und Bus? Wohin weichen diese dann aus? Oder fährt er in der regulären Fahrspur Richtung Dreispitz und staut den ganzen Verkehr hinter sich? Müssen dann die Mitarbeiter (Lader) für jeden einzelnen Gang die Spur für schnelle Velos überqueren?”

Ausserdem wird durch das Befahren mit Bussen in Gegenrichtung mehr Lärm entstehen als wenn dieser nur in eine Richtung verkehrt. Ausgerechnet sieht das so aus:

Busfahrten

265 täglich, von 05.40 bis 01.30 Uhr, alle 3½ Minuten!

Anstatt das oberiridische Konzept ändern zu wollen finde ich es sinnvoller eine unterirdische Strasse von z.B. Margarethenstich bis Dreispitz zu verwirklichen und so der nur querendene Individualverkehr aus der Gundeldinger-, Dornacher- und Güterstrasse herauszunehmen.
Kostet sicher etwas mehr als das jetzt vorgestellte oberirdische Konzept, bringt aber längerfristig sicher mehr!

Teile diesen Beitrag

Schreib etwas

Your email address will not be published. Required fields are marked with a grey bar.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>