Insulin intravenös

Du fragst dich vielleicht was ich mit diesem Beitrag bezwecken will? Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem anderen Menschen mit Diabetes, der mir diesen Floh ins Ohr gesetzt hat. Bei einem hohen Blutzucker lässt sich dieser senken indem eine kleinere Menge Insulin intravenös verabreicht wird. So habe ich in den letzten Tagen und Wochen mich mit Hilfe von Google damit auseinandergesetzt und bin dabei auf verschiedene deutsche Foren-/Beiträge gestossen. Mir ist dabei sehr wohl bewusst, dass diese Quellen nicht nur seriös sind.

Bisher habe ich folgendes:

Grundlagen
Normalerweise wird das Insulin subkutan – heisst einfach unter die Haut – gespritzt und der Körper holt sich was er braucht. Dabei beginnt die Wirkung bei Humaninsulin nach ca. 15 Minuten und dauert im Schnitt etwa zwei bis drei Stunden. Dieser Vorgang ist bei Anwendungen mit dem Insulinpen/-spritze oder der Insulinpumpe das selbe.

Bei der Insulinverabreichung intravenös wird das Insulin direkt mit Hilfe einer Spritze in die Vene gespritzt und ist somit direkt im Blutkreislauf. Das Insulin beginnt dabei sofort zu wirken und innert kürzester Zeit sollte der Blutzuckerspiegel massiv fallen. Bereits nach etwa zehn Minuten sollte kein Insulin mehr wirken.

Voraussetzung
Für die intravenöse Verabreichung von Insulin wird eine feine Spritze benötigt. Dabei lässt sich die Vene in der Armbeuge oder am Handrucken verwenden. Empfohlen wird vorher auch die Haut gut zu desinfizieren da Verunreinigungen unangenehme Folgen haben könnten.

Der Blutzucker sollte höher als 18mmol/l (ca. 360mg/dl) sein und die Insulinmenge nicht mehr als fünf Einheiten überschreiten. Zudem ist von einem „nicht überwachten“ Versuch abzuraten, heisst es sollte jemand dabei sein, falls keine derartigen Erfahrung vorliegen.

Was kann passieren?
Im Idealfall sinkt der Blutzucker innerhalb kürzester Zeit in den Normbereich.
Trifft man nicht die Vene, wirkt das Insulin subkutan und man muss den Versuch abbrechen. Damit man sich dann nicht in eine Hypoglykämie manövriert sollte man keinen zweiten Versuch starten. Schliesslich wirkt bereits subkutan gespritztes Insulin.
Bei zu grossen Mengen an intravenös gespritztem Insulin kann ich mir vorstellen, dass man sich direkt in den bewusstlosen Zustand befördert.

Wie weiter?
Da ich mich selber hin und wieder massiv verschätze oder durch eine Erkältung das Insulin nicht so wirkt wie ich es gerne hätte, reizt mich diese Variante des Blutzucker senken sehr. In verschiedenen Beiträgen konnte man lesen, dass es ungesund sei, den Blutzuckerspiegel so schnell stürzen zu lassen. Ich denke mir, dass wenn das nur bei den genannten Ausnahmen gemacht wird, kann es nicht zu grösseren Schäden kommen, als wenn über Stunden der Blutzuckerspiegel massiv zu hoch ist.

Natürlich habe ich auch meinen Diabetesarzt darauf angesprochen. Er hat kurz und bündig gemeint ich soll die Finger davon lassen. Nur irgendwie fehlte mir eine gute Begründung von ihm dazu. So reizt es mich mehr, dass einmal auszuprobieren. Zudem möchte ich mich noch in englische Beiträge einlesen, nur habe ich dafür bisher noch keine Zeit gefunden.

Ganz klar ist für mich, ich gehe jetzt nicht hin und treibe meinen Blutzuckerspiegel absichtlich in die Höhe. Ebenso will ich bei meinem ersten Versuch nicht alleine sein. Es soll jemand da sein, der im schlimmsten Fall helfen/alarmieren kann.

 

Wichtig
Damit ich abgesichert bin gegenüber deinen möglichen Selbstversuchen sollst du dich folgendes Fragen: Ist dir dein Leben und die möglichen Folgen es dir Wert?
Für Schäden durch etwaige Selbstversuche übernehme ich keinerlei Verantwortung!

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4 Kommentare bei “Insulin intravenös
  1. Hallo Andreas,
    ich würde damit auch sehr sehr vorsichtig sein. Ich glaube, man weiß gar nicht, ob es zu irgendwelchen Schädigungen kommen kann, wenn man Insulin IV verabreicht. Ob evtl. die Venen davon schaden nehmen könnte.
    Klar ist es spannend das mal zu beobachten zu können. Aber bis jetzt habe ich den BZ immer so ganz gut runter bekommen. ;-)
    LG Finn

  2. Finn, Ich denke mir mit ein oder zweimal im Jahr schädigst du dir die Venen nicht. Aber eben, alleine werde ich das ganz sicher nicht ausprobieren jemand muss mich dabei überwachen.
    Runter kommt der Blutzucker irgendwann schon. Aber nach einigen Stunden viel zu hoch sind die Kopfschmerzen dann doch zu viel und es wäre schön, wenn er schneller wieder unten wäre.

  3. Hi Andreas, Dr. Teupe leert die gabe von Insulin i.v. Ich war bisher noch nicht dort, werd aber bald dort an einer Schulung teilnehmen. Generell berichten andere Teupe „Kinder“ sehr interessante und vielversprechende dinge von i.v. gabe und es leuchtet auch ein, weil ich innerhalb von ca. 40 min keine Insulin Wirkung mehr habe und im Zielbereich seien sollte.

    Ich berichte mal nach der Schulung. ;-)

  4. Pingback: klaeuiblog

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