erste „grosse“ Motorradtour

Gestern hatte ich Glücklicher Frei und konnte das schöne Wetter geniessen. So bin ich bereits kurz nach 10:00 Uhr am Morgen auf mein Motorrad gestiegen und habe meine erste „grosse“ Tour gestartet. Am Vorabend habe ich mir in etwa die Route zurechtgelegt: Basel, Delémont, Porrentruy, Saint Ursanne, La-Chaux-des-Fonds, Neuenburg, Solothurn, Basel. Gestartet mit dieser Idee und der Einstellung es kommt eh besser und anders bin ich los :)

So hat es mich von Basel über Ettingen zuerst wieder über den Chall nach Laufen gezogen. Von dort aus weiter bis ich bei Delémont in Richtung Porrentruy abgebogen bin. Dieser Weg hat mich über den Col_des_Rangiers (Bild oben) geführt. Bereits beim Anfahren des Parkplatzes vor dem Restaurant hat es mir gedämmert, dass ich mit dem Mountainbike bei strömendem Regen einmal hier auf dem Weg von Delémont nach Saint Ursanne durchgefahren bin. Nach der kurzen Pause habe ich den Weg nach Porrentruy eingeschlagen. Im Nachhinein wäre links hinunter nach Saint-Ursanne die bessere Wahl gewesen. Immerhin kam Porrentruy gerade gut gelegen um zu tanken. Die ersten 72.8km auf der Karte.

Von Porrentruy bin ich wieder retour. Da ich aber den Abzweiger für über den Hügel nicht gesehen habe bin ich schnell via Autobahn nach Saint Ursanne und dort dem Doubs entlang weiter. Nur blöd, dass eine Landesgrenze mich mit dem „blauen L“ davon abhielt weiterzufahren. Also wieder retour nach Saint-Ursanne und von dort eine tolle Bergstrecke über Montenol, Epeauvilers und Soubey nach Montaufaucon und Saignelégier. So sehen auf der Karte diese 60.4km aus.

Von Saignelégier aus ging es gemütlich via Le Bois nach La-Chaux-de-Fonds. Anstatt den ersten Abzweiger nach Neuchâtel zu folgen bin ich durch die Stadt gefahren. 4- bis 6-spurige Allee, gesäumt von Prachtshäusern (z.B hier und Blick auf den Bahnhof). Dem Wegweiser dann nach einer Stadtrundfahrt nach Neuchâtel folgend bin ich irgendwann hoch auf den Col de la Tourne und habe eine Pause mit Sicht auf den Neuenburgersee und die Alpen genossen (Bild oben). Das waren lockere 52.5.km.

Vom Col de la Tourne bin ich runter nach Neuchâtel und irgendwie via Le Landeron nach Erlach um kurz vor 15:00 Uhr mal noch was kleines zu Mittag zu essen im Gartenrestaurant Du Port. 31.5km mit etwas viel Stadtverkehr auf der Karte.
Beim Mittagessen habe ich mir dann noch die weitere Route angeschaut. Zuerst schwirrte mir von Biel via Tavannes zurück in den Jura vor, doch weiter „oben“ am Jura entdeckte ich den Weissenstein. Klang gut und nach Plan :)

Da ich die Gegend von Le Landeron, Erlach, Vinelz, Täuffelen, Ipsach und Biel bereits aus mehreren Lagern am Bielersee, Wanderungen und Velotouren kannte fuhr ich auch auf der deutschsprachigen Bielersee-Seite in den Stau von Biel hinein. ich erwähne hier nur Transitstrasse und Feierabendverkehr. Genau der richtige Zeitpunkt um ein weiteres Mal zu tanken bevor es eher langsamer weiter nach Grenchen ging. Kurz vor Solothurn nahm ich dann die Strasse hoch zum Weissenstein. Zu meinem Leidwesen waren zwei Autos auf der Passstrasse vor mir :/ Auf dem Weissenstein habe ich beim Kurhaus noch die Aussicht auf das Mittelland genossen (Bild oben). Eher im stockenden Verkehr sind so 52.1km zusammengekommen.

Vom Weissenstein runter nach Welchenrohr und weiter nach Balsthal um dort einmal mehr über den Passwang zu fahren. Weil wir im Büro miteinanderreden kam mir beim hinunterfahren der Tipp in den Sinn beim Restaurant Neuhüsli den Weg nach Nunningen einzuschlagen. Vor mir ein einheimischer Suzuki Swift-Fahrer dem ich mit viel Mühe nachfahren konnte. Geniale Route :D Über Seewen, Hochwald und Dornach bin ich um kurz vor 19:00 Uhr wieder in Basel angekommen. Wunderschöne 73.9km auch auf der Karte.

Für das ich das Motorrad erste gerade etwa seit 10 Tage fahren kann, bin ich begeistert. Auf der 343.2km umfassender Tour hat es mich immer wieder erstaunt wie schön wir es doch hier in der Schweiz haben. Breite Strassen die uns schnell von A nach B bringen und dann wieder schmalere Wege die uns zu unvergesslichen Ausblicken bringen.
Gut habe ich ein fotografisches Gedächtnis und kann mich über einen guten Orientierungssinn erfreuen so kann ich den Fensterplatz in der Schweizer Geographie etwas wett machen ;)

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2 Kommentare bei “erste „grosse“ Motorradtour

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