Meine Schweiz. Meine Heimat.

Gestern Nacht habe ich mich noch definitiv entschieden, dass ich heute eine kleine Pässetour absolviere. Dafür bin ich dann heute Morgen um 06:45 Uhr in Basel losgefahren. Um schnell in die Alpen zu kommen gings auf die Autobahn und via Luzern über den Brünigpass nach Innertkirchen.

Von dort aus wählte ich die Route zuerst über den Grimselpass, welchen ich kurz nach 09:00 Uhr erreichte. Ich war nicht der erste :) Nach einer kurzen Pause ging es dann ins Wallis runter.

Nach der Verzweigung Furka oder Brig gings ein kurzes Stück runter durch Obergoms bis Ullrichen wo ich den Abzweiger zum Nufenenpass wählte. Eine grandiose Bergfahrt später erreichte ich die Passhöhe und gönnte mir ein Sandwich mit Kaffee. Gestärkt machte ich mich nach auf den Weg runter ins Tessin.

Nach der zweiten Kurve musste ich einfach anhalten. Ein Herde Bergbewohner graste ungestört der Touristen am Strassenrand. Ein Bilder für die Götter und genau wie ich es mag.

Bis ins Tal zog es sich dann – auch der Wärme zu. Wie es sich für mich gehört habe ich natürlich wiederum einen falschen Weg erwischt am Talboden. Gut habe ich es schnell bemerkt und die kehrt machen können. Ich hätte es bereut wenn ich die Passstrasse der Passstrassen, das Herstück des San Gottardo nicht gefahren wäre. So habe ich die Tremola am Gottardpass ein erstes Mal befahren. Ein Traum.

Auf der Passhöhe eine kurze Rast bevor ich auf der alten Passstrasse wieder runtergefahren bin – bis diese in die Hauptachse eingemündet hat. Ein ganz tolles Fotosujet ist mir leider entgangen. Während meiner Talfahrt ist eine vier oder sechs spännige Gotthard-Postkutsche hochgefahren :)

Es ist Sommer und die Strassen sind Baustellen. So leider auch die Gotthard-Nordrampe. Etwas Mühsam. Doch der Sustenpass ab Wassen hat entschädigt. Die Passstrasse war wunderbar und ich konnte in vollen Zügen geniessen. Bis hin zu jenem Stopp mitten auf der Strasse. Nach Warten gabs dann für die Zweiräder ein langsames passieren der Unfallstelle. Der Anblick war alles andere als schön und hat meine weitere Bergfahrt gleich um einige Kilometer pro Stunde verlangsamt:

Gut. Es hat sich anders abgespielt. Ob das dann besser ist… :( Eine kurze Rast um den Kopf zu verlüften und wieder auf andere Gedanken zu kommen half und ich konnte den Sustenpass wohlbehalten überqueren.

Bei der Talfahrt war ich dann weiterhin langsamer unterwegs – dank mit 60km/h kurvenschneidenen Rennvelofahrer… Innertkirchen habe ich durchquert und mich wieder auf zum Brünigpass hoch gearbeitet und im Restaurant Brünig Kulm einen feinen Fitnessteller mit Holzfällersteak genossen. Weil von den Alpen nach Basel der schnellste Weg über die Autobahn führt wählte ich auch diese Reiseart für nach Hause. Die Blitzkastenmetropole Luzern will hoffentlich nichts von mir.

Und weil das Wetter in Basel fast schöner als in den Alpen – zumindest mit weniger Wolken – war, gabs noch einen Rheinschwumm (ohne Motorrad) zur Erfrischung und Abkühlung. So muss ein Sonntag aussehen, oder?

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