Blaggedde und Blaggeddevärs 2015

Endlich! Die fünfte Jahreszeit und somit auch die schönste im Basler Kalenderjahr kommt bald zu ihrem Höhepunkt, der Basler Fasnacht. Traditionsgemäss wird immer Ende Dezember die Blaggedde und der dazugehörende Blaggeddevärs vorsgestellt.

Den Gestaltungswettbewerb der Blaggedde hat zum ersten Mal Tarek Moussalli gewonnen. Seine eingereichte Arbeit lief unter dem Motto: «Mr basse in kai Schublaade» (Wir passen in keine Schublade). Das Fasnachts-Comité schreibt folgendes zur Arbeit des aktiven Fasnächtlers und Laternenmalers:

Tarek Moussalli stellt die Fasnacht in Form eines Schubladenmöbels dar. Es könnte aber auch der Roche-Turm sein. Diese Kommode ist der Rahmen für die Fasnächtler und erlaubt ihnen, ihre individuellen Ideen zu entwickeln, sich zu verwandeln und sich während drei Tagen von den Alltagszwängen zu befreien. Die traditionellen Fasnachtsfiguren, der Ueli, die Alti Dante, der Dummpeeter und der Waggis, stehen für Tradition und Vielfalt der Fasnacht. Jede Figur hat ihre eigene Geschichte, ihre Bedeutung und ihren Charakter. Die Fasnächtler lassen sich in ihrer Individualität nicht in eine Schublade zwängen. Das Motto der Fasnacht ist: „Mr basse in kai Schublaade“.

Aus der untersten und grössten Schublade schaut ein fröhlicher Ueli. Mit der einen Hand hält er sich am Knauf der Schublade fest, mit der anderen hält er das „T“ der Fasnacht. Aus der zweiten Schublade springt eine empörte Alti Dante heraus. Aus der dritten Schublade schaut ein Dummpeeter hervor. Er bläst in eine Trompete, also ein echter „Drumpeeter“. Aus der obersten Schublade schliesslich ragt ein Waggis. Er hält anstelle einer Orange das „A“ der Fasnacht in den Händen.

Aussehen tun die vier Kunstwerke so:

Bronze

Silber

Gold

Bijou

Das Fasnachts-Comité hat zusätzlich einen Blaggeddenvärs zum Motto der Fasnacht 2015 geschrieben:

Mr basse in kai Schublaade

Ändlig haissts jetz rädäbäng.
Die Schublaade sinn vyl z äng.
Uuse sait die Alti Dante.
Spiilet joo nit die Scharmante.
Ueli, Waggis, gännd ain druff,
machet eiri Schnure uff!

Schrybet Zeedel fräch und spitz,
Schnitzelbängg mit Gaischt und Witz.
Lisischs, kasch nyt anders mache,
als au uff em WC z lache.

Was dur s Joor so schief als goot,
saisch au am Regierigsroot.
S het dr Wessels drum verzellt,
är haig Oorestöpsel bstellt.

Glygge, Gugge, Bänggler, Wääge,
alli dien die Fasnacht prääge,
dorum zaigt is die Blaggedde,
d Fasnacht het so vyl Facette.
Mainsch si basst no in d Schublaade,
noo bisch gaischtig arg verlaade.

Das Schublaademöbel doo
duet am Rhy als Rochedurm stoo.
S dunggt is, ooni doo z benoote,
s isch d Blaggedde besser groote.

Kinschtler isch dr Tarek Moussalli,
wo sich sait, i hoff, dass si eich gfalli.
Die Schublaade gseesch perfäggt,
denn dr Müller het si präggt.
Bim Verkauf, i sags eich hit,
giltet aber s Motto nit.
Jetz muesch in d Schublaade basse:
Gang gschwind go d Blaggedde fasse!

s Fasnachts-Comité

Übrigens beginnen die drey scheenschte Dääg am Montag, 23. Februar 2015 um genau 04:00 Uhr und dauern bis am Donnerstagmorgen um 04:00 Uhr.

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