Nach 48h mit der Medtronic MiniMed 640G

Seit Montagnachmittag trage ich die neuste Insulinpumpe von Medtronic. In diesem Beitrag möchte ich nur einmal meine aller ersten Eindrücke über die MiniMed 640G festhalten. In separaten Blogbeiträgen in den folgenden Tagen und Wochen werde ich gezielter auf einzelne Funktionen eingehen.

Komplettpaket

Drei Kistchen gab es am Montag. Links beginnend, das neue Blutzuckermessgerät von Bayer. Das Contour next link 2.4 kann die gemessenen Blutzuckerwerte per Funk direkt auf die neue MiniMed 640G übertragen. In der mittleren Kartonkiste befindet sich der neue Sensor welcher sich Guardian 2 Link nennt. Unterscheidet sich äusserlich nur durch das aufgedruckte „G“ und in der dritten Box ganz rechts war die neue Insulinpumpe MiniMed 640G enthalten.
Das Auspacken der Medtronic-Produkte war wie ein Apple-Produkt auspacken. Einfach/schlicht und stylisch verpackt.

 

Instruktion und Inbetriebnahme

Rund zwei Stunden wurde ich auf die neue Pumpe und die neuen Möglichkeiten mit dem Sensor geschult. Um die vielen neuen Symbole und Möglichkeiten kennen zu lernen gab es ausserdem Lesestoff: je eine Schnellübersicht und je ein Arbeitsbuch mit ausführlichen Informationen wie die MiniMed 640G für die Insulinpumpentherapie und die sensorunterstützte Pumpentherapie anzuwenden ist.
Der Menüaufbau hat sich etwas geändert und gleichzeitig bietet die Insulinpumpe viel mehr Speicherplatz oder gänzlich neue Funktionen. So zum Beispiel können mehr Varianten von Basalraten programmiert, neu auch voreingestellte Basalratenreduzierungen gespeichert, vorprogrammierte Bolen eingestellt und verschiedene Erinnerungsfunktionen aufgerufen werden.
Ausserdem liegt die MiniMed 640G sehr gut in der Hand. Mir als Linkshänder ist das irgendwie gleich positiv aufgefallen. Nichts desto trotz wird die neue Insulinpumpe auch für Rechtshänder gleichermassen gut zu bedienen sein ;)

 

Eindrücke der ersten 48 Stunden

    • Die Vibration fühlt sich neu mehr als gefühlte Wahrnehmung denn akkustischer Wahrnehmung an.
    • Ein grösseres und vor allem farbiges Display.
    • Die vor-Hypo-Abschaltung und 30 Minuten später Wiederaufnahme der automatischen Basalratenabgabe sind ein tolles und hilfreiches Stück Technik.
    • Während dem Eingeben der Blutzuckerwerte und Kohlenhydratemenge bereits angezeigt bekommen, was der Bolusrechner für einen Insulinbedarf ermittelt.

    • Es benötigt jetzt einerseits grössere Batterien (neu AA, anstatt AAA) und anderseits die etwas teueren Lithium-Batterien (anstatt Alkaline) für die MiniMed 640G.
      Gleich bleibt wie bis anhin die Alkaline-Batterien der Grösse AAA um den Sensor zu laden.
    • Beim Umziehen kann ich die Insulinpumpe aufgrund der etwas grösseren Dimensionierung nicht mehr einfach schnell mit dem Mund halten sondern sollte diese besser vom Katheter ausziehen.

Das anstehende verlängerte Wochenende und die kommenden Woche werden noch etwas mehr Batterienleistung und Insulin abverlangen bis ich mich an die neuen Möglichkeiten der MiniMed 640G gewöhnt habe :)

4 Kommentare bei “Nach 48h mit der Medtronic MiniMed 640G
  1. Auszug aus dem Manual:
    About batteries
    The pump requires one new AA (1.5 V) battery. For best results, use a new AA
    lithium (FR6) battery. The pump also accepts an AA alkaline (LR6) or a fully charged
    AA NiMH (HR6) nickel-metal hydride rechargeable battery.

  2. Pingback: klaeuiblog

  3. Hi, habe ne alte 522 er Paradigm,
    Enlite Sensoren laufen manchmal, manchmal eben nich, lege enlite abends und schalte erst morgens ein zum „gewöhnen“ /steady state.
    Habe einmel animas mit DexCom G4 Plat probiert, super präzise und genau.
    Finde die 640 er aber prinzipiell wg. Bolus-Speicher besser.
    Frage:
    Ist das neue Transmitter-Enlite System wirklich näher dran, oder bekomme ich ich BZ-Gefälle erst wieder angezeigt, wenn ich ’s ohnehin schon merke….
    Ist das Gefälle/ derHypoalarm, die Abschaltung f r e i wählbar? z.B. beim Sport 6,0 mmol/l?
    wie sind die Grenzen nach oben und unten wählbar???

    Vielen Dank für Deine Antworten…
    Gr. Jogi

  4. Hallo Jogi,
    Kannst du bei der 522er den die Enlite-Sensoren mit der Pumpe koppeln?

    Es kommt auf verschiedene Faktoren darauf, dass die Sensoren gut laufen oder eher nicht. Zum Beispiel mache ich es genau wie du und setze den Sensor am Abend und aktiviere ihn erst am vor dem Mittag des folgenden Tages. Sodass der Sensor etwa 12h liegt. Ausserdem kommt es auf den Ort drauf an wo sie liegen. Am Bauch funktionieren sie bei mir zum Beispiel nicht. Aber am Oberarm kann ich fast alle Sensoren die vollen sechs Tage funktionierend haben.
    Den Umstieg von der ersten Generation Enlite-Sensoren auf die zweite Generation habe ich einfach mit einer grösseren Genauigkeit festgestellt.

    Ich hatte noch nie einen Dexcom G4 an mir. Somit kann ich nicht beurteilen wie viel besser oder schlechter er im Verhältnis zum Enlite funktioniert…

    Die Hypoabschaltung und automatische Basalwiedereinschaltung kannst du aber erst beim Wechsel auf eine 640G nutzen. Die Werte sind Einstellbar – wie gross der Spielraum ist müsste ich in einer Bedienungsanleitung nachschauen. Denn ich handhabe die Hypoabschaltung so, dass auch beim Sport diese erst so weit unten ist. Damit ich dann aber nicht zu schnell zu tief sinke reduziere ich die Basalrate schon 1h vor Beginn oder allerspätestens beim Start des Sport. Damit komme ich eigentlich gut durch.

    Ich hoffe meine Antworten helfen dir.
    Gruss klaeui

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