FreeStyle Precision Neo

Die Schweizer Markteinführung des neuen Blutzuckermessgerät von Abbott ist an mir gänzlich vorbeigezogen. Lag wohl an der Einführung des Abbott FreeStyle Libre in weiten Teilen von Europa welches die ganze Aufmerksamkeit abbekam.

Trotzdem hier mein Beitrag zum FreeStyle Precision Neo.

 

Das Blutzuckermssgerät

Das FreeStyle Precision Neo ist mit den Massen LxBxH in cm: 5.97×8.68×0.87 wirklich klein und äusserst flach. Mit Knopfbatterie wiegt das Blutzuckermessgerät nur gerade 37g. Im Precision Neo ist ein E-Reader ähnliches Display verbaut was eine gute Lesbarkeit auch durch eine grosse Anzeige garantiert. Die Lebensdauer der Batterie wird mit bis zu 3000 Messungen angegeben.

Mit dem FreeStyle Precision Neo können Blutzuckerteststreifen und Ketonteststreifen verwendet werden. So kann mit dem selben Gerät der Blutzucker zwischen 1.1 – 27.8 mmol/l (20 – 500 mg/dl) und der Ketongehalt (0.0 – 8.0 mmol/l) bestimmt werden.

Das Gerät findet durch das es so klein ist überall noch schnell Platz. Auch die Bedienung des Gerätes ist ziemlich einfach. Mit den drei Tasten unten am Display kann runter, bestätigt und rauf geklickt werden. Unter dem Display selber gibts es noch weitere Druckknöpfe welche bei jeweiliger Anzeige gedrückt werden können. Auf dem Gerät lässt sich durch die letzten 1000 Messungen scrollen oder man lässt sich den Durchschnittswert der vergangenen sieben, 14 oder 30 Tage anzeigen.

 

Die Stechhilfe

Die Stechhilfe ist etwas länger als das Blutzuckermessgerät und kann jeweils nur eine Nadel fassen. Die Stechhilfe wird durch das nach hinten schieben des Schieber aufgezogen und durch den Knopf ausgelöst.
Nach dem Auslösen kann durch das nach vorne schieben des Schiebers die Nadel entfernt werden. Dabei spickt der Stechhilfenkopf weg und die Nadel wird ausgeworfen.
Durch drehen an der vordersten schwarzen Kuppe kann die Tiefe des Einstichs eingestellt werden.

Da ich seit Jahren immer eine Trommel von sechs Nadel in meiner Stechhilfe habe und so jedesmal eine frische Nadel verwenden kann ohne grossen Aufwand bin ich ziemlich verwöhnt. Das vermisse ich hier jetzt stark und finde das dauernde auswechseln störend (obwohl zwingend, denn ungebrauchte Nadeln schmerzen weniger).

Anfangs hatte ich Mühe den etwas kleinen Auslöseknopf kräftig genug zu drücken damit die Nadel mir auch in den Finger pickst. Aber das ist gewöhnungsbedürftig und braucht etwas Übung. Dass ich die Einstichtiefe bereits auf die 5 stellen musste irritierte mich. Zu Beginn schon das Maximum zu benötigen ist etwas blöd.

 

Die Blutzuckerteststreifen

Die Blutzuckerteststreifen sind alle einzeln verpackt. Dies in erster Linie aufgrund der Hygiene. Denn mit „schmutzigen“ Fingern in eine Dose mit 50 Teststreifen zu fassen verunreinigt ja die restlichen auch. Im weiteren bringen einzel verpackte Teststreifen zu 10, 50 oder 100er Packungen auch die Möglichkeit diese flach mitzutragen und durch die Perforierung nur eine gewisse Stückzahl mit sich rumzutragen. Sprich zum Beispiel Abends für den Ausgang nur 5 Mitzunehmen anstelle einer Dose zu 50 Stück.

Für das Aufreissen der Blutzuckerteststreifen sind absichtlich Kerbungen in der Verpackung eingestanzt. Durch das Abreissen der richtigen Seite kann der Blutzuckerteststreifen gleich ohne die Blutaufnahmefläche oder die Kontakte zu berühren in das FreeStyle Precision Neo eingeführt werden:

Nach der Blutzuckermessung kann der Blutzuckerteststreifen gleich wieder in seine Verpackung getan werden. So lassen sich Blutflecken an Kleider und Möbelstücke vermeiden.

Kommt beim ersten mal zu wenig Blut auf den Blutzuckerteststreifen kann innerhalb von fünf Sekunden weiteres Blut nachgetragen werden. Das ist meiner Meinung nach eine gute Lösung. Ist genügend Blut aufgetragen muss bis fünf Sekunden gewartet werden bis das Ergebnis im Display angezeigt wird.

 

Die Tasche

Wie so üblich kommen Blutzuckermessgeräte mit ihrer eigenen Tasche daher. Darin hat es locker Platz für einen mehrtägigen Bedarf. Die Blutzuckerteststreifen können durch ihre flache Verpackungsweise im Fach unter dem Reissverschluss in der linken Hälfte verstaut werden.

 

Die Software

Es gibt eine Software um das Gerät auszulesen. Diese heisst FreeStyle Auto-Assist 2.0. Doch leider ist die Software nicht für neue Mac-Betriebssysteme geeignet. So kann ich mit meinem Mac OS X 10.10 Yosemite diese wohl installieren und öffnen. Doch wird das Gerät per USB-Kabel angeschlossene Precision Neo nicht erkannt. Schade.

Moment gibt es den Auto-Assist 2.0 für Microsoft Windows XP mit dem Service Pack 3, Microsoft Windows Vista (32 oder 64 bit), Microsoft Windows 7 (32 oder 64 bit), Mac OS X 10.6 Snow Leopard und Mac OS X 10.7 Lion. Zusätzlich wird jeweils der Adobe Reader benötigt.

Da ist meiner Meinung nach dringender Aktualisierungsbedarf nötig! Für beide Betriebssystem – Microsoft und Mac OS X.

 

Fazit

Ich werde mir für dieses Gerät definitiv die Blutzucker- und Ketonteststreifen vom Arzt verschreiben lassen. So habe ich dann für das Zweitgerät gleich beide Teststreifen zur Hand und bin nicht auf noch mehr verschiedene Geräte angewiesen. Die Stechhilfe werde ich nicht für den täglichen Gebrauch vorsehen. Da finde ich die bereits beschriebene mit der 6-Nadeltrommel angenehmer.

Ein Softwaremanko ist da. Tangiert mich aber eher weniger da ich das Tagebuch losgelöst von einem Blutzuckermessgerät oder der Insulinpumpe führe.

 

Hinweis in eigener Sache:

Das komplette Blutzuckermessgerät FreeStyle Precision Neo inkl. Stechhilfe, Etui und zehn Blutzuckerteststreifen wurde mir kostenlos durch die Firma Abbott Schweiz zur Verfügung gestellt.

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