Freestyle Libre in der Schweiz

Das Wichtigste gleich als Erstes: Seit 01. Mai 2016 kann auch auf „offiziellen“ Wegen der Freestyle Libre von Abbott in der Schweiz erworben werben!

Bild aus der Medienmitteilung von Abbott

Seit mehr als einem Jahr nun ist in den umliegenden Ländern schon der Freestyle Libre erhältlich. Von anderen Menschen mit Diabetes habe ich auch schon mitbekommen, dass sie sich ein Gerät in Deutschland geordert haben und sich das Messen mit dem Freeystyle Libre selber finanziert. Meiner Meinung nach ist und war das keine gute Idee, denn ohne Garantie und Support ist ein medizinisches Gerät nur halb so viel Wert.

Aber das hat jetzt ein Ende! Abbott Schweiz hat heute verkündet, dass der Freestyle Libre bei Ihnen ab sofort online bestellt werden kann :D

Fakten

Das Blutzuckermessen mit dem damit verbundenen Fingerstechen ist bis anhin ein nicht wegzudenkendes „Übel“ des Diabetesalltag. Mit dem FreeStyle Libre System hört diese z.T. schmerzhafte Stecherei in die Finger auf und es macht erst eine schmerzfreie engmaschigere Überwachung des Diabetes möglich.Andreas Kläui
Vorteile

  • Der momentane Blutzuckerwert kann ohne Stechen in den Finger gescannt werden.
  • Der Blutzuckerverlauf der letzten acht Stunden wird auf dem Sensor gespeichert und kann über den Reader ausgelesen werden.
  • Mit dem ausgelesenen und dann ausgewerteten Blutzuckerverlauf kann der Diabetes besser eingestellt werden.
  • Der Freestyle Libre-Sensor läuft bis zu 14 Tagen vorausgesetzt man reisst ihn nicht aus beim Kleiderwechsel, am Türrahmen, etc.
  • Mit dem Reader ist auch eine klassische Blutzuckermessung mit den Freestyle-Teststreifen möglich.

Nachteile

  • Der Freestyle Libre ist kein CGM-System (Kontinuierlich messender Glucosesensor) wird aber in der Schweiz in dieser Gruppe in der MiGel-Liste für die Abrechnung der Krankenkassen geführt.
  • Der Sensor, resp. der Reader kann weil es kein CGM-System ist auch keinen Alarm bei zu hohen oder zu tiefen Blutzucker abgeben wie bei CGM-Systemen üblich.

Krankenkasse
Die Versicherungen übernehmen die Kosten zu den gleichen Bedingungen wie ein CGM-System: Ein Diabetologe muss bei der Krankenkasse einen Antrag einreichen und die Gutsprache erfolgt wenn dabei eine der folgenden Faktoren auf den Patienten eintreffen:

  • Brittle-Diabetes (erklärt bei diabetes-leben.com)
  • HbA1c über 8%
  • zwei bis drei Hypos mit Besuch der Notfallstation

Für wen?

  • Der Freestyle Libre-Sensor ist für Kinder mit Diabetes ab vier Jahren zugelassen.
  • Für Pen- und Pumpen-Nutzer
  • Für Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 die vom in-den-Finger-stechen-um-einen-Blutzuckerwert-zu-erhalten wegkommen wollen.

Kosten

  • Das Starterpaket mit einem Reader und zwei Sensoren Sensor kostet Fr. 185.25.
  • Ein Reader alleine kostet Fr. 65.30.
  • Für jeden weiteren Sensor sind Fr. 65.30.- fällig. Das ergibt eine Blutzuckermessflatrate von unter Fr. 5.- Tag! Soviel könnte man seiner Gesundheit zuliebe sogar ohne Krankenkasse finanzieren.
  • Kostenmässig ist der Freestyle Libre-Sensor drei Mal günstiger als die zwei anderen sich auf dem Markt befindlichen CGM-Systemen. Rechnen wir mit einem Schnittpreis von Fr. 0.80 pro Blutzuckerteststreifen lohnt sich der Freestyle Libre bereits ab sechs Blutzuckermessungen pro Tag.

Zum Vergleich: In Deutschland kostet ein Freestyle Libre-Sensor ca. € 60.-.

Shop

Abbott Schweiz verkauft den Freestyle Libre ausschliesslich über: http://freestylelibre.ch.

 

Meine Erfahrung:

Im Rahmen der Medienkonferenz gab mir Abbott Schweiz im Vorfeld die Möglichkeit mehrere Freestyle Libre-Sensoren zu tragen. Wer sich bereits einmal einen Katheter, einen CGM-Sensor oder eine Pennadel in den Körper gestochen hat, findet auch das setzen des Freestyle Libre einfach. Danach nimmt der Komfort von Tag zu Tag zu :)
Aufziehen, hinten am Oberarm hinhalten, etwas drücken und ZACK ist der Sensor platziert. Dann nur noch die Stechhilfe gerade abziehen und den Rand des Klebebandes andrücken. Mit dem Reader scannen und eine Stunde geduldig warten bis der Sensor Daten ausliefert.

Danach kann zu jeder Tages- und Nachtzeit einfach der Reader eingeschalten werden und an den Arm mit dem Sensor gehalten werden und schon ist der Verlauf und der aktuellen Blutzuckerwert da. Das Scannen funktionierte bei mir sogar durch mehrere Kleiderschichten hindurch einwandfrei.

Bei mir hat der Freestyle Libre-Sensor jeweils die besten Werte abgegeben wenn ich den Freestyle Libre am Sonntagabend am Oberarm platziert und diesen auch gleich aktiviert habe. Die erste Messung welche ich als „richtig“ angeschaut habe war dann jeweils im Verlauf des Montagmorgen – nach mindestens zehn Stunden Tragezeit. Da gibt es aber je nach Mensch grosse Unterschiede und keine pauschale Regel.

Mein Empfinden war, je länger ich der Freestyle Libre getragen habe und je weniger ich Blutzuckerschwankungen (durch Bewegung, Nahrungsmittel, etc.) hatte um so ähnlicher wurden die Werte zwischen den verschiedenen Messmethoden:

Mein Blutzucker ist auf das Accu-Chek Mobile (Bild mitte) geeicht. Sprich wenn ich an eine fühlbare Grenze einer Hypo komme stimmt dieser tiefe Wert mit dem Accu-Chek Mobile überein. Mein CGM-Sensor (rechts im Bild, die Medtronic 640G) kalibriere ich drei- bis viermal am Tag bisher immer mit dem Accu-Chek Mobile und darum stimmen dessen Werte und Alarm bei Hypos und Hyper ziemlich gut. Jetzt beim dritten Freestyle Libre-Sensor kalibriere ich den CGM-Sensor jeweils mit dem Wert des Freestyle Libre-Sensors. Läuft. Im abgebildeten Fall hat der Freestyle Libre-Sensor und der am Finger gestochene Blutzuckerwert perfekt übereingestimmt.

Das Tragen von einem CGM-Sensor am Oberarm für max. sechs Tage bringt es mit sich, dass sich CGM-Sensor (rechts im Bild) und der Freestyle Libre-Sensor (links im Bild) sich begegnen:

Der Freestyle Libre-Sensor ist flächenmässig und höhenmässig etwas kleiner als der von mir getragene CGM-Sensor (resp. -Transmitter) von Medtronic.

 

Hinweis in eigener Sache:

Abbott Schweiz hat mich an eine Präsentation für Ärzte und an die Pressekonferenz zum lancieren des Freestyle Libre in der Schweiz eingeladen. Ausserdem wurden mir drei Sensoren und den Reader frei zur Verfügung gestellt. Das hält mich aber nicht davon ab meine Meinung im Beitrag offen zu schreiben

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57 Kommentare bei “Freestyle Libre in der Schweiz
  1. Dankeschön für den interessante Vorstellung.

    Ich habe noch keine Erfahrungen mit Blutzuckermessgeräte gemacht, würde jedoch gerne mindestens 1 Monat lang meinen Blutzucker intensiv messen und danach auswerten. Ich habe ein ungutes Gefühl, dass da was nicht stimmt. Würden Sie mir für diesen Zweck eher das Freestyle Libre oder das Accu-Check Mobile oder eher ein anderes Gerät empfehlen?

  2. Für eine Langzeitmessung empfiehlt sich das Freestyle Libre einfach nur schon weil viel weniger, resp. gar nicht in den Finger gestochen werden muss.
    Zudem zeichnet es eine Blutzuckerverlaufkurve auf was beim Accu Chek Mobile nicht geht.

  3. Sehr geehrte Damen und Herren

    Ich wollte mal nachfragen, wo ich die offizielle Seite vom Freestyle Libre finde wo ich auch Matrial bestellen kann.
    Ich bin seit 17 Jahren Typ 1 Diabetikerin und ich finde das DEXCOM Matrial und Personal sehr teuer und Unfreundlich.

    Freundliche grüsse

    Z. Kryjezi

  4. Griäzi

    Ich hätte gerne gewusst wie ihre Beurteilung einen Monat später aussieht? Selbstverständlich werde ich auch meine DiaÄrztin dazu befragen, doch da kommt meist halt ein Fachchinesisches ist gut oder nicht ;D
    Bei 8-12 Messungen am Tag sehe ich darin eine tolle alternative. Sind sie noch immer begeistert und überzeugt davon? Und wie ist das mit der Krankenkasse, falls sie Bescheid wissen ansonsten kann ich mich da auch selber schlau machen.
    Vielen lieben Dank für’s antworten
    Liebe Grüsse
    Caro

  5. @Caro: Ich nutze normalerweise das CGM von Medtronic. Darum nutze ich das Freestyle Libre moment nicht. Würde es aber jeder konventionellen Blutzuckermessung vorziehen.
    Die Krankenkasse übernimmt das Freestyle Libre nur wenn der Diabetologe bei der Krankenkasse einen Antrag einreicht und eine Gutsprache erfolgt. Dafür muss aber eine der drei Kriterien zutreffe:
    – Brittle-Diabetes (erklärt bei diabetes-leben.com)
    – HbA1c über 8%
    – zwei bis drei Hypos mit Besuch der Notfallstation

  6. Hallo zusammen, ich ziehe demnächst aus Deutschland in die Schweiz. Ich hatte im November die Diagnose Typ 1 Diabetiker und habe im Januar nach voerst längeren Produktionsproblemen bei Abbott, endlich den ersten Sensor bekommen – seitdem trage ich ihn immer, auch wenn in Deutschland die Kassen die Kosten derzeit nicht mehr übernehmen. Ich möchte ihn nicht mehr missen. Das macht das Leben so viel einfacher. Der Wert weicht manchmal bei starkem Fall oder Anstieg vom Originalwert ab, aber ansonsten ist der Wert nahezu identisch. Aber da man beim Fallen oder Ansteigen die Tendenz mit einem Pfeil angezeigt bekommt, kann man sich vorbereiten, evtl. nochmals im Blut messen, was mit dem gleichen Gerät geht und rechtzeitig gegensteuern. Ich messe vielleicht 1-2 x pro Woche im Blut oder an schlechten Tagen häufiger, wenn ich mir wirklich unsicher bin. Ich kann Klettersteige gehen, kurz gescannt, weiter gehts. Ich kann während Meetings messen, beim Autofahren oder beim Rennen auf die S-Bahn messen. Es geht einfach nebenbei, unauffällig und macht sogar Spass. Man sieht den Verlauf und weiss am nächsten Morgen, dass man stundenlang im Unterzucker war und kann auf solche Dinge beim nächsten Mal besser achten. Also ich bin glücklich und sehr froh, dass ich auch in Zukunft in der Schweiz scannen kann…

  7. Eigentlich verabscheue ich ja diese ewigen Kommentare von Leuten mit Pseudo-Wissen ;o)
    aber ich trage seit gut 4 Monaten den Libre – ja, ich habe ihn auch erst aus Deutschland bezogen – und bin restlos begeistert. Mein HbA1C hat sich gebessert, ich kann Tendenzen im Basalverlauf erkennen und darauf eingehen ohne diese schrecklichen Auslassversuche, die immer irgendwie abgebrochen werden mussten und ich merke ihn im Vergleich zu anderen vorher ausprobierten CGM-Sensoren kaum.
    Klar haben mich schon einige gefragt, was ich denn da am Arm trage, aber nachdem ich erzählt habe, dass das mein Ausschalter ist, falls ich mal wieder zu viel quatsche, findet es meine Umwelt total „cool“ und will ständig wissen, wo mein Zucker grad hinwill. schnell gescannt und abgelesen, – fertig!
    Also ich kann den Libre nur empfehlen und bislang habe ich ihn selbst finanziert, würde das im Fall einer Ablehnung durch die Krankenkasse weiterhin tun, denn das ist mir der Libre echt wert.

  8. @Sabine: Danke für deinen Kommentar. Das mit den unterschiedlichen Werten bei Anstieg und Fall vom Blutzucker hängt damit zusammen, dass der Freestyle Libre in der Gewebeflüssigkeit misst und diese ca. 15-20 Minuten Verzögerung gegenüber der klassischen Blutzuckermessung hat.

    @Silke: Das ist doch kein Pseudo-Wissen. Du hast deine Erfahrungen gemacht und die sind für uns alle wertvoll und erst recht die tollen Erlebnisse die man mit dem Libre hat :)

  9. Wow, so super. Ich werde dieses Gerät nie mehr hergeben. Es ist „LUXUS PUR“. Ich trage dieses Gerät seit dem 30.06.2016. Im Urlaub im Mai, habe ich jemanden kennengelernt, welche diesen Sensor am Arm trug. Ich ging auf sie los und fragte sie, wie sie zufrieden sei. Sie sei überglücklich und das darf ich auch sagen. Ich hatte zuerst Probleme mit dem Pflaster. Neu klebe ich ein Mefix-Pflaster und stecke den Sensor drüber. In 2 Wochen kann ich mehr sagen. Nun sieht man endlich, wo ist der BZ hoch oder höher, damit man den richtigen Hba1C findet… Nun wünsche ich allen viel Glück mit dem neuen Freestyle Libre.

  10. Meine Erfahrung mit dem Freestyle Libre ist im Vergleich mit dem Dexcom sehr gut. Er zeigt schon nach einer Stunde den aktullen BZ. Beim Dexcom brauchte es min. 2 Tage mit mehreren BZ Kalibriermessungen.

  11. Wer kann mir sagen, wo man eine durchsichtige Hülle für das Gerät erhältlich ist. Scheinbar erhalte man dies via Amazon. Ich habe aber nichts gefunden. Besten Dank für ein kurzes Feedback.

  12. Ja, das geht! Du kannst die App hier runterladen:

    Zum Starten auf dem Smartphone geht es in der Schweiz nur bis Version 1.2.1.
    Für den Start höherer Versionen müsstest Du in Deutschland sein.
    Version 1.2.1. funktioniert aber auch tadellos!!
    Begreife nicht, warum so ein Theater in der Schweiz, so dass es ja nicht einmal im Google Playstore angeboten wird.

  13. Ich bin seit 50 Jahren Typ 1 Diabetiker. Ich habe die ganzen Med. Vorschritte mit machen dürfen.
    Free Style Libre ist eine weitere wertvolle Weiterentwicklung und für einen Pumpenträger Preis – günstiger und vor allem kann ich in jeder Situation Messen auch durch zwei Jacken bei Kälte und vor allem kann ich auch Kontrollieren wenn ich zb. Kalte Hände habe. Die Differenzen liegen bei mir bei 0,2 – 0.5 also absolut im Rahmen. Nachteilig sind die Rückstände auf der Haut beim entfernen vom Sensor. Ich habe früher 6 – 7 mal gemessen heute Messe ich 10 – 12 mal und dies günstiger als mit den herkömmlichen Geräten. Super macht weiter so.

  14. Hallo
    Wollte Euch fragen, welchen Zielwert ihr so in den Freestyle programmiert habt.
    Ich bin vom Gerät begeistert und erzähle es viel herum, in der Hoffnung dass er bald von den KK bezahlt wird.

  15. Hi Nathalie, bei mir wird freestylelibre von Anfang an (für mich seit August 2016) bezahlt von der KK…. Bei dir nicht?!? Ärztin hat für eine Kostengutsprache an die KK geschrieben – und danach habe ich eine Generalbewilligung und muss auch nicht jedes Mal Rezept anfordern….

  16. Hallo Nathalie,
    auch bei mir hat die Krankenkasse das kommentarlos übernommen. Allerdings hatte meine Diabetologin schon vor dem Libre einen Antrag auf Kostenübernahme für eine CGM gestellt und der wurde angenommen. Ich war nur mit den Sensoren, die auf dem Markt waren unzufrieden und habe sehnsüchtig auf den Libre gewartet. Bis dato zahlt die Krankenkasse anstandslos, allerdings muss ich immer erst in Vorkasse gehen, was manchmal etwas nervig ist.
    Aber vielleicht haben wir Diabetiker ja irgendwann das Glück, dass die Krankenkassen mit den Materialherstellern mal eine Deal zur direkten Abrechnung machen. ;o)

  17. Schade.. Ich bin bei Avenir (Groupe Mutuel).
    Es gibt ja 3 Bedingungen für eine Kostengutsprache:
    1. HBA1C höher als 8
    2. Hypos Stufe II oder III
    3. Schwere Formen von Brittle Diabetes (sehr schwankend)
    Meine Diabetologin hat 2. angekreuzt (was hin und wieder eingetreten war)
    Vielleicht ist Dein Arzt zuuuuuuuu pingelig? ;-)
    Mein HBA1C war bis Ende Juli um die 7.2.
    Seitdem immer bei 6.0 bis 6.2.
    Habe Diabetes seit 52 jahren, bin jetzt 57, und ganz geringe spätschäden, bin happy…
    Librelink ist TOTAL nützlich
    KK würden total profitieren! Habe vorher 10 x am Tag BZ gemessen, das geht viel mehr ins Geld als die Sensoren

  18. Hallo Heidi
    Ich weiss, dass Steffi von PepMeUp bunte Sticker verkauft welche auf den Libre-Sensor und auf die Frontseite des Libre-Lesegerät geklebt werden können. Vielleicht hilft dir das ja?

  19. Hallo Nathalie, Silke und Rainer
    Also so viel ich weiss ist das Freestyle Libre nicht in der Mittel- und Gegenstandsliste nach welche die Schweizer Krankenkassen abrechnen aufgeführt. Darum wird es wohl einfach ein Goodwill einzelner Krankenkassen sein, wenn sie das Libre einem Patienten vergüten.
    Ich glaube von Abbott selber informiert worden zu sein, dass das Problem wohl darin liegt, dass das Libre nur ein FGM (Flash Glucose Monitoring) ist und kein CGM (Kontinuierliches Glucose Monitoring) ist. Der Unterschied besteht darin, dass das CGM Alarme geben kann. Das FGM muss immer zuerst gescannt werden bevor es mögliche Alarme, resp. Blutzuckerwerte anzeigen kann.

    Der Zielwert auf dem Freestyle Libre-Lesegerät wird mit einem blauen Balken definiert. Dieser Zielwert ist sehr individuell. Ich persönlich würde ihn nicht zu eng abstecken, weil du sonst immer am korrigieren bist um darin zu sein was das Leben auch nicht einfacher macht. Wenn du den Zielwert zu weit auseinander absteckst bist du auch mit „schlechteren Werten“ im Zielbereich was der Gesundheit auch nicht unbedingt förderlich ist. Mein Zielwert (=blauer Balken) habe ich zum Beispiel zwischen 5 – 10 mmol/l abgesteckt. Hingegen rechne ich mit den Korrektureinheiten auf einen Zielwert von 6mmol/l.
    Meine Empfehlung ist, sprich zuerst deiner/m Diabetologen/-in und probiere dann aus von wo bis wo der blaue Balken für dich persönlich am optimalsten ist.

    @Silke Normalerweise rechnen nur grössere Arztpraxen, Privatklinken und Spitäler direkt bei den Krankenkassen ab. Ich muss auch mit der Miete und dem Verbrauchsmaterial für meine Insulinpumpen und CGM in Vorkasse gehen. Und diese Summen sind höher als beim Libre. Aber falls das ein Problem für dich sein sollte, würde ich unbedingt mit deiner Krankenkasse und Abbott telefonieren damit man eine Lösung für dich anbieten könnte.

  20. Guten Tag
    Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar.
    Wie schön, dass sich alle einander helfen, dass ist Heute eine Seltenheit!
    @ alle: Vielen Dank an alle, ich schätze das sehr!

  21. Ergänzung:
    Meine Kostengutsprache für das FreestyleLibre bezieht sich ausdrücklich auf Position 21.05, auch wenn dort von CGM die Rede ist.

  22. Danke, habe es gerade gelesen…leider pass ich da mit meinen 6.8% nicht rein…
    Danke trotzdem

  23. Reiner: Also Grundsätzlich bezieht sich das Kapitel 21.05 auf CGM. Und bei der Libre-Einführung wurde in der Schweiz das Libre als FGM (die Unterschiede habe ich weiter oben beschrieben) eingeführt. Im weiteren habe ich von Abbott bei der Markteinführung Erfahren, dass die Kostenübernahme durch die Krankenkasse noch nicht durch ist. Unter anderem wohl auch weil in der MiGel-Liste von CGM die Rede ist. Das könnte sich natürlich unterdessen bei einigen Krankenkassen geändert haben. Aber generell würde ich davon nicht ausgehen, dass es ein müssen von der Krankenkasse her ist.

  24. Habe heute gerade eine Ablehnung der KK für das Freestyle Libre Gerät erhalten.
    Freestyle Libre werde vom BAG nicht auf der Liste der MGel geführt.
    Dies sei neu.
    Stimmt das? Was kann man da tun.– Ich habe dieses System jetzt ein Jahr gehabt und war so
    glücklich damit!!!
    Zurück zu den Teststreifen? Eine Horrorvorstellung!

  25. Hallo Alexandra
    Das Freestyle Libre wurde noch nie in der MiGel-Liste geführt. Einige Krankenkassen haben bisher das System bezahlt und dafür sich an die gleichen Vorgaben wie für ein CGM gehalten.

    Dass es nach einem Jahr plötzlich nicht mehr bezahlt wird ist meiner Meinung nach komisch. Ich empfehle dir am besten mit deinem Diabetologen das zu besprechen und dich für ein richtiges CGM zu entscheiden und z.B. ein System von Dexcom oder Medtronic beantragen.

  26. Komme gerade von meiner Diabetologin (Routinesprechstunde).
    Sie erwähnte beiläufig: Sollte die KK mir schreiben, dass sie es nicht mehr zahlen, soll ich es ihr (der Diabetologin) weiterleiten, dann schreibt sie einen erneuten Antrag auf Kostengutsprache, und dann würde das laufen.
    Sie äusserte sich sehr zufrieden bzgl. Avenir (Groupe Mutuel)

  27. Danke für Info. Ich habe alles meiner Diabetologin weitergeleitet!
    Dann hoffe ich einmal!

  28. Vielen Dank für deine Ausführung. Das hat meine Diabetologin jetzt auch gerade vorgeschlagen.
    Meine Krankenkasse,sanitas, sei eine, die das Freestyle Libre konsequent nicht mehr
    bezahle. Unverständlich!

  29. Hallo
    Habe in letzer zeit immer schwierigkeiten mit dem sensor oder liegts am lesegerät (lesefehler probier in 10 min ) dann nach 10 tagen ist er tot ist das normal

  30. Hallo zusammen
    Ich trage die Freestyle Libre Sensoren seit letzten Herbst und möchte das System nicht mehr missen. Mein (schlechtes…) HbA1c hat sich seither deutlich gebessert.
    Nun habe ich heute ein Schreiben von Abbott erhalten in dem steht, dass man die Sensoren ab 30. April 2017 nur noch online bestellen kann. Für mich eigentlich kein Problem, kaufe ich das Pumpenzubehör doch schon lange via Website. Worüber ich aber nicht glücklich bin ist, dass die Bezahlung per Rechnung im Onlineshop nicht angeboten wird! Wie macht ihr das? Man kann ja schlecht die Kreditkartenabrechnung der Krankenversicherung einreichen…

  31. Bei der Bestellung via Kreditkarte im Onlineshop gibt es eine normale Rechnung die man einreichen kann. Diese wird anstandslos akzeptiert bei uns.

  32. Hallo Zusammen
    Eigentlich ist das Free Style Libre eine gute Sache. Ich messe nun schon seit 3 Monaten damit.
    Bei der letzten Hba1 Bestimmung bei meiner Diabetes Ärztin war der Wert aber mit 7.8 für mich viel zu hoch. Grund dafür ist, dass mein Gerät viel zu tiefe Werte anzeigt und zwar gab es bei mehreren Vergleichsmessungen mit dem Accu Check Aviva lagen die Messwerte 25-40% über denen vom Free Style Libre.
    was dann auch zu falschen Insulinmengen führte und der Zucker dadurch oft zu hoch war.
    Ich mache nun in 3 Wochen eine Vergleichsmessung mit dem Dexom G5 Mobile System welches sogar bei zu tiefem oder zu hohem Zucker einen Alarm auslöst. Ein kleiner Nachteil ist, dass ich den Sensor alle 6 Tage wechseln muss. Ich bin dann auf das Resultat gespannt.

  33. Guten Tag, ich trage seit gestern den fünften Sensor und leider erscheint auf dem Display des Readers kein Diagramm mehr. Nur der Wert und die Tendenz. Der BZ stimmt mit dem manuell gemessenen überrein. Hatten Sie dieses Problem auch schon? Sonst bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät. Danke und Gruss
    Anita Wick

  34. Hallo Heinz
    Das Freestyle Libre und das Dexcom G5 Mobile System sind zwei unterschiedliche Techniken. Das Libre ist ein Flash Glukose Monitoring System, sprich du bekommst die aktuellen Werte, inkl. die in der Vergangenheit gelegenen nur bei deinem aktiven Zutun. Das Dexcom-System ist ein CGM (kontinuierliche GlukoseMessung) welches dir automatisch die Werte an dein Lesegerät übermittelt und Alarme von sich gibt.
    Grundsätzlich hat jeder Typ Messgerät einen anderen Algorithmus zum den Blutzuckerwert zu errechnen. Es gibt da sogar Unterschiede bei gleichen Messgeräten – dazu kann ich dir nur diese Video empfehlen!
    Hast du schon Resultate bei deinem Versuch herausgefunden?

  35. Hallo Anita
    Nein dieses Problem kenne ich nicht. Ich kann dir da nur empfehlen den Freestyle Libre-Kundendienst anzurufen: 0800 804 404 (Montag bis Freitag von 08:00 bis 18:00 Uhr)

  36. Hoi Zämme
    Ich hatte das Dexcom G4 eine Woche zur Probe und war damit sehr zufrieden. Danach verwendete ich 2 Wochen lang das Free Style Libre und hatte leider wieder sehr extreme
    Abweichungen. (Free Style 2.2 und Accu Check 4.3) Nun habe ich endgültig auf das Dexcom
    G5 Mobile umgestellt und bin damit sehr zufrieden. Es misst praktisch die selben Werte wie mit dem Accu Check Aviva. Die Nachteile sind die etwas komplizierte Montage und dass man den Sensor nach einer Woche wechseln muss. Auch der Preis für 1 Jahr beträgt
    ca. 4000 SFR was aber bei Ärztlicher Verordnung von der KK bezahlt wird.

  37. hallo
    habe auf der abbott webseite gesehen ( irrtum vorbehalten ) dass die krankenkassen nun die bezahlung übernommen haben. bedingung: rezept von einem diabetologen.
    was mich dagegen sehr ärgert ist dass bestellung nur via internet möglich ist. hängen wir nun unsere älteren mitmenschen ab von der kommunikation ?? meine fragte an die abbot, was leute ohne internet machen sollen wurde mit einem “ weiss auch nicht “ beantwortet.
    um in denn genuss von freestylelibre zu kommen muss man also internet und eine kreditkarte haben amerika kommt näher ! zum glück bin ich selbst nicht betroffen

  38. Seit 43 Jahren Typ I-Diabetiker, hat mir meine Ärztin zur Verbesserung der Einstellungen auch den Freestyle libre empfohlen, die Krankenkasse Groupe Mutuel hat die Kosten ab Mitte 2016 klaglos übernommen. Zu Beginn konnten jeweils 10 Sensoren am Telefon und danach übers Internet bestellt werden (10 Sensoren zu je 14 Tagen = 20 Wochen oder etwa 5 Monate). In der Regel (bisher 4 Bestellungen) traf das Päckchen innerhalb einer Woche bis 10 Tage ein, was meines Erachtens ok ist. Die KK benötigte für die Kostenübernahme lediglich eine Kopie des Lieferscheines.

    Der Komfort mit dem Libre verbessert sich tatsächlich auf angenehme Weise, HBA1c liegt in der Regel um 7. Bisher hatte ich zweimal wegen Funktionsstörungen das Lesegerät zu tauschen, ging über die Hotline problemlos. Ebenso erhielt ich drei voll defekte Sensoren getauscht, davon musste ich in 2016 zwei in einem vorab zugesandten Versandbeutel einsenden. Etwa 4 weitere Sensoren funktionierten zwar, wiesen aber in der dargestellten Kurve sichtbare Unterbrüche auf. Deswegen mochte ich aber nicht mehr die Hotline konsultieren, mit der Qualität bin ich indessen nicht restlos zufrieden.

    Nun plane ich eine mehrmonatige Auslandreise nach Spanien (privat) und nach China (geschäftlich). Mein aktueller, aber letzter Sensor läuft morgen abend ab. Also bestelle ich am 3.11.2017 Sensoren. Hoppla, nur noch 4 Stück bestellbar = 2 Monate. Zuerst machte ich mir darüber gar keine Gedanken, lediglich die Versandbestätigung traf auch nach zwei bis drei Tagen nicht ein. Am 10.11.2017 bestelle ich weitere 4 Sensoren und rufe die Hotline an, um den Verbleib der bestellen vom 3.11. zu ergründen. Toll, wir wurden von der Nachfrage völlig überrascht und haben Lieferprobleme.

    Damit ist klar: keine Sensoren mehr ab Donnerstagabend, 16.11.2017. Was der Kundendienst als Folge auf den Storno meiner beiden Bestellungen schreibt, ist schlicht skandalös. Als Konsequenz heisst das für mich Abbruch der Freestyle-Übung per sofort und heute habe ich 400 Sensoren für mein Bayer Messgerät beschafft. Damit fühle ich mich sicher. Das Geschichten erzählen durch nicht informierte „Freestyle Libre-Team-Mitarbeiter“ und das Rumärgern mit offensichtlich unfähigen Mitarbeitern im Kundendienst und auf anderen Etagen eines Amerikanischen Multis bleibt mir damit in Zukunft erspart.

    Dexcom und Medtronic sind noch offene Themen. Die wichtigste Funktion, nämlich ein Alarm übers Smartphone fehlt dem Libre ja bekanntlich. Hätte mir bis jetzt jedoch mehrfach geholfen. Die bereits bezahlten CHF 528.90 inklusive 1 Mal Porto muss ich dann wohl auf dem Rechtsweg zurückfordern, da ich gar nicht hier bin, wenn die Pakete an meiner Adresse dann endlich eintreffen („wir können den Bestellablauf nicht unterbrechen“) und die Post diese an den Absender retourniert. Nur: der Absender ist nicht der gleiche wie der Empfänger der Rücksendung…

    Vielleicht hilft diese Darstellung ja dem/der Einen oder Andern. Die fehlende Alarmfunktion des Libre und eine nicht voll zufriedenstellende Qualität hat mir den Abbruch der Übung ganz wesentlich erleichtert.

  39. Hallo

    Mich würde interessieren was Ihr am Flughafen bei der Kontrolle für Erfahrungen gemacht habt ?

  40. Hallo zäme,
    Wegen Flughafen: Null Probleme, habe es im Handgepäck dabei gehabt, nicht speziell gezeigt und dem Sensor hat es auch nichts gemacht …

    WEGEN LIEFERENPÄSSEN:
    Nachdem ich den Beitrag obendran von Peter Iseli gelesen habe, war ich gerade mal geschockt. Hatte noch 2 Sensoren und habe gerade am vergangenen Donnerstag 2 x 4 Sensoren bestellt. Es kamen keine Bestellbestätigungsmails – aber heute schon kamen die 2 Päckli mit der Post.
    Bin zufrieden. Habe nicht telefoniert, es einfach laufen lassen.
    Also aus meiner Sicht alles korrekt – etwas blöd wegen 2 x Porto, aber was solls. Habe nun erstmal einen guten Vorrat und werden dann in Zukunft eher etwas frühzeitiger Nachschub bestellen….

  41. Ich habe heute „mein“ FreeStyle Libre mit 6 Sensoren (für die nächsten 3 Monate) direkt vom Diabetologen bekommen, und kann dort auch später den Nachschub dort bekommen. Es ist also nicht mehr so, dass das Material nur direkt bei Abbott bestellt werden kann.

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