Diabetes-Burnout – Teil 3

Der letzte Teil dieser Serie erschien Ende Februar. Drum denke ich, dass ein kleiner Zwischenstand gar nicht so schlecht ist. Nach Teil 1 und Teil 2 möchte ich hier im dritten Teil fortfahren auf meinem Weg zurück zu guten Blutzuckerwerten mit einem guten, nicht erlogenen HbA1c aufschreiben.

 

Ausgangslage

Bei der zweiten Konsultation bei der Ernährungsberatung kam folgendes heraus:

  1. Meine Essens-Aufzeichnungen wurde nicht angeschaut. Was ich als Unverschämtheit abtat weil ich so nicht wissen kann was gut oder schlecht an der Aufzeichnung ist.
  2. Dafür wurde einfach neu gerechnet, dass ich 3500kcal täglich zu mir nehmen sollte und ich darüber weiterhin Essen-Aufzeichnungen machen sollte.
  3. Dass ich eigentlich 15kg weniger auf den Rippen haben möchte wurde mit der hohen kcal-Angaben meiner Meinung nach einfach ignoriert.
  4. Mit den hohen kcal-Zahl wurde weitergerechnet weitergewürfelt und dabei kam heraus, dass ich 350g Kohlenhydrat pro Tag zu mir nehmen sollte gemäss der Teuscher-Tabelle welche die Ernährungsberatung mir vorgab. Für mich heisst das, dass ich mindestens 50 Einheiten Bolusinsulin täglich konsumieren sollte. Unmengen!

 

Aktuelles Geschehen

Der dritte Termin bei der Ernährungsberaterin wurde zuerst wegen einem Unfall ihrerseits und dann wegen einer arbeitsintensiven Woche meinerseits auf nach meinen Ferien verschoben. Was in meinen Augen schon mal ganz gut ist – weil viel gescheites wird bei der dritten Konsultation nicht herauskommen. Hauptsächlich werde ich gegen die hohen täglichen kcal und Kohlenhydrate angehen. Evtl. finden wir uns bei gemässigten Mengen ansonsten ist das Experiment „Ernährungsberatung mit Erfahrung bei Typ-1-Diabetes“ abgehakt.

Mein Diabetesarzt meinte zu den horrenden Zahlen aus der Ernährungsberatung heute eigentlich auch, dass da was nicht stimmen kann. Immerhin da sind wir uns einig. So ziemlich als einziges.
Denn andere Vorgehen spricht er immer nur an, wird aber von ihm nie umgesetzt. So zum Beispiel schneidet er immer wieder das Thema einer psychologischen Behandlung aber ohne mich je anzumelden. Ich glaube mein Diabetesarzt und ich haben ungleiche Vorstellungen.
Heute kam neu dazu, dass auch mein Diabetesarzt findet ich müsse wieder regelmässig Sport machen. Ich solle das doch wieder versuchen. Versuchen? Dafür ist mein Sofa zu bequem! Funktionieren würde das nur mit wöchentlichen Termin mit unterrichtetem/begleitetem Sport in Einzelbetreuung. Aber auf sowas kommt mein Diabetesarzt auch nicht…

Immerhin hat sich mein HbA1c um 0.3 Prozentpunkte gegenüber von vor drei Monaten gesenkt. Obwohl ich gefühlt mehr Unterzuckerungen und dadurch Fressattacken hatte.

 

 

Nahe Zukunft

Ab Freitag habe ich Ferien. Und das hilft mir. Vielleicht nicht meinem Blutzucker aber sicherlich mir. Und was nach den Ferien, unter anderem in der Ernährungsberatung, geschieht warte ich gleichgültig ab.

 

Mir geht es gut!

Nur zum Deutsch und deutlich klarzustellen: Mir persönlich geht es gut!
Mein Diabetes ist das Sorgenkind und der bekommt zur Zeit eigentlich nur die minimal nötige Behandlung von mir.

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