Wie weiter mit den CGM-Sensoren?

Bild von hippiepunk.de unter der Lizenz CC BY-NC 2.0

Ich stecke etwas in der Klemme. Ich hatte nun vier CGM-Sensoren in Folge welche sich entweder mit einem „Sensorfehler“ oder einer zu grossen Differenz zwischen gemessenen Blutzuckerwert und dem angezeigten Sensorwert verabschiedet hatten. Die Fehler traten alle in den ersten drei Tagen von möglichen sechs Tagen auf. Klar werden mir fehlerhaften Sensoren kostenlos ersetzt nachdem ich mich für jeden defekten Sensor bei der Hotline beschwere. Das Problem ist aber nicht finanziell.

Das viel grössere Problem liegt beim Punkt, dass ich vor einem Monat meinen ersten HbA1c unter 8mmol/l seit 2 Jahren hatte und eigentlich diesen weiter verbessern möchte. Dafür habe ich jetzt endlich eine kompetente Ernährungsberatung gefunden, welche Schritt für Schritt mich auf Vordermann bringt in Sachen Kohlenhydratabschätzen, die nötige Menge an Insulin für die Kohlenhydrate, feine Basalanpassungen, etc. Dafür wären mehr Blutzuckerdaten vor allem nach den Mahlzeiten nötig welche ich nicht bereit bin durch Blutzuckermessungen am Finger zu machen wenn ich schon ein CGM-System trage (welches bis vor einigen Wochen sehr präzise gemessen hat).

Nachdem ich am Montag eigentlich erfreut zur Ernährungsberatung raus bin und mich bereits vorbereitet habe für die Datenerfassung und mir danach der vierte Sensor hops ging, habe ich etwas gefrustet dem Diabetesarzt geschrieben, dass ich die Datenerhebung abbreche, denn ich finde es nicht verantwortbar an meinen Einstellungen herumzuschrauben ohne die nötige Daten zu haben und natürlich die nötige Sicherheit durch Sensoralarme zu haben.

Sehr mühsam finde ich auch, den aus den nicht funktionierenden Sensoren heraus entstehende Aufwand, mehrmals in der Woche einen neuen Sensor stechen zu müssen. Um dann am Abend nach dem Sensorwechsel noch zwei Stunden hungernd ausharren zu müssen um die Startkalibration zu machen.

Ziemlich gefrustet bin ich von der Unterstützung oder Reaktion seitens Hersteller. Die Hotline tut drei fehlerhafte Sensoren in Folge aus der selben Charge für möglich ab und sieht keinen Handlungsbedarf. Beim vierten fehlerhaft gemeldeten Sensor wurde ich auf alternative Setzstellen für den Sensor hingewiesen: an den Hüften oder am Oberschenkel… Der Bauch fällt schon weg weil der im ersten Dreivierteljahr Sensor bereits nicht mehr wollte – wohl weil auch die Insulinkatheter dort zu liegen kommen.
Hüfte habe ich auch schon probiert. Mit meinem Bürojob und den Hosen/Gürtel ist das eher etwas störendes. Die Oberschenkel als letzter Ausweg kann ich mir genau so wenig vorstellen, denn das stelle ich mir als unbequem vor, wenn die Hosen dauernd am Sensor reiben, resp. beim Weg zur Toilette jedesmal dem Sensor grösste Vorsicht geboten werden muss.

Übel ist ja eigentlich, dass ich auf dem Nachhauseweg am Montag darüber nachgedacht habe, die Insulinpumpe gegen die Wand zu werfen und damit das Problem der nicht funktionierenden Sensoren loszuwerden. Irgendwie wäre ich auch mit der PEN-Therapie über die Runden gekommen… Mal schauen wie es weiter geht.

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